Donnerstag, 21.5.26 / Tofino, BC / Ucluelet, BC
Wir wachen gegen 7 Uhr auf und sehen... eine weiße Welt.
Nur das regelmäßige dumpfe Nebelhorn und das unregelmäßige Bellen der Seelöwen ist zu hören.
Wir lernen: Marine Layer ist nicht die Bezeichnung für den Nebel selbst, sondern für die Gegebenheiten, die zur Nebelbildung führt. Every day's a school day.
Wir frühstücken in Ruhe und machen dazu den Kamin an, weil es so schön ist und auch nur ein Knopfdruck, derweil kämpft die Sonne gegen den Nebel an, der sich langsam lichtet und die Welt wird wieder sichtbar.
Erster Stopp heute das Pacific Rim Visitor Center, N besorgt einen Tagespass für den Pacific Rim National Park, denn sonst können wir nirgends anhalten. Das Visitorcenter ist übrigens so klein, dass sogar für N vermutlich die 5 Minuten gestern noch ausgereicht hätten, aber vielleicht hätten wir keinen Pass für den heutigen Tag bekommen? Egal, wir sind jetzt legal unterwegs und fahren weiter zum Kwisitis ("other end of the beach" in der Sprache der Nuu-chah-nulth) Center dem eigentlichen Visitorcenter des Nationalparks. Das war im Internet hochgelobt, aber N findet es ist nur ok, da haben wir schon deutlich bessere gesehen, dennoch begutachten wir die Exponate, schauen einen Film über die Walwanderung und genießen die Aussicht vom Außendeck, das ist das Beste hier finden wir.

Die beiden Menschen da unten lassen als Größenvergleich die Ausmaße des Strandes erahnen und das hier ist nur der Blick zum kurzen Teil nach links, denn nach rechts ist noch alles im Nebel versteckt.
Für uns geht es jetzt erst einmal weiter nach Norden bis zum Ende der Straße in Tofino. Hier, am gefühlten Ende der Welt, geht es zu wie auf dem Jahrmarkt. Dagegen war Idaho menschenleer. N bummelt ein wenig herum und dann meldet sich der kleine Hunger, schließlich ist es mittlerweile 13 Uhr. N findet man sollte dort essen, wo viele Gäste sind (Anmerkung der Autors: die meisten Restaurants sind bis abends geschlossen und das erklärt vermutlich die höhere Menschendichte in den anderen) daher kehren wir im Shed ein und N nimmt eine Poke Bowl in Begleitung eines Blonde Ales.

N befindet, dass die Bowl und das Bier schmecken, egal was die Mitreisenden meinen.
Wir gehen nach dem Essen zur Tofino Coffee Roasting Company N bestellt einen Cafe latte und während der in der Mache ist, unterhält sie sich ein wenig mit der Angestellten, die aus der Schweiz kommt. Die Welt ist ein Dorf. Mit dem sehr leckeren Kaffee ausgestattet, setzen wir unseren Stadtbummel fort.
Das haben wir bisher auch noch nicht gesehen: eine Surfbretthalterung an einem Fahrrad.
Hägar wohnt in einer Bushaltestelle?

Normalerweise bringt N ja ein Armband als Andenken mit, diesmal ersteht sie eine tragbare Welle für den Finger bei Rubio. Wir werden von der Mutter des Inhabers beraten und erfahren, dass sie aus Polen stammt. Wie gesagt, ein Dorf und so. Nächster edukativer Stopp: Tofino Brewing Company.
Das Surfeza - Cerveza - finden wir ganz gut und das Blonde Ale, das wir vorhin zu Mittag hatten, auch.

Auf dem Rückweg stoppen wir am Long Beach, der mittlerweile auch sichtbar ist, da sich der Nebel verzogen hat. Wieder zurück im Black Beach House: N macht Kaffee, und Sunny und ich setzen uns strategisch günstig auf den Balkon, damit die letzten Sonnenstrahlen des Tages uns direkt aufs Fell scheinen.
Später schauen wir noch ein wenig Sheriff Country. Sunny kommentiert jede zweite Szene. Ich kommentiere Sunnys Kommentare. N tut so, als würde sie uns nicht hören.
Unsere Bleibe: Ucluelet - Black Beach House