Dienstag, 19.5.26 / Port Renfree, BC > Ucluelet, BC
Wir frühstücken Toast und Joghurt in unserer Hütte und um halb Neun sind wir fertig zur Abfahrt.
Offenbar stören wir diese Schwarzwedelhirschkuh, Columbian black-tailed deer (Odocoileus hemionus columbianus) beim Frühstück
Blick von der San Juan River Bridge nördlich von Port Renfree.
Fairy Lake Bonsai Tree
Es geht weiter in nord-östlicher Richtung nach Lake Cowichan, dort tankt N kurz etwas nach, da es hier günstiger ist als in Victoria und da die Dichte der Tankstellen auf der Insel nicht so hoch ist. Um die Mittagszeit erreichen wir die Ostküste der Insel. Im Norden von Nanaimo legen wir im Longwood Brewpub eine Pause ein. Das Lokal ist gemütlich, viel Holz, große Fenster, ein bisschen Industrie‑Charme. N bestellt Fish & Chips. Sunny und ich bestellen „ein bisschen was von allem, was runterfällt“. Es fällt genug. Der Fisch ist frisch, knusprig, nicht überwürzt – und dazu gibt es ein Longwood Ale, bernsteinfarben, leicht malzig, perfekt für eine Mittagspause nach ein paar Stunden Fahrt meint N. Den Coleslaw lassen wir allerdings links, wahlweise rechts, liegen, denn der sagt uns gar nicht zu.

Es geht weiter, N öffnet die Dachverdunkelung und das Schiebedach.
Die Route führt uns auf den Highway 19. Der Verkehr lichtet sich, und auch die Besiedlung wird spärlicher. Wälder, kleine Seen, vereinzelte Farmen ziehen vorbei, während die Straße nach Norden führt. Kurz hinter Parksville biegen wir auf den Highway 4 ab – die einzige größere Ost‑West‑Verbindung quer über Vancouver Island. Die Straße wird sofort kurviger und enger. N hält sich brav an die Geschwindigkeitsbegrenzung und muss immer wieder rechts ranfahren, um die schnelleren Fahrzeuge hinter uns vorbeizulassen. Es geht bergauf durch die Cathedral Grove. Nadelbäume, moosige Stämme, gedämpftes Waldlicht. Die Strecke fordert Ns Aufmerksamkeit, ist aber sehr schön – eine dieser Passagen, die man trotz aller Kurven gern fährt.
Wir passieren Port Alberni, das ist dann noch einmal eine "Stadt", bevor es weiter nach Westen geht. Schneebedeckte Berge zur Linken werden sichtbar und nach einigen weiteren Kilometern folgt die Straße dem Ufer des Kennedy Lake, den N für einen Moment tatsächlich für einen Meeresarm des Pazifiks hält. Kurz darauf erreichen wir dann tatsächlich den Pazifik. Eine unscheinbare Gabelung, hier liegt das Visitor Center. Es hat noch fünf Minuten geöffnet, das lohnt sich nicht mehr, vor allem nicht, wenn man Ns Geschwindigkeit an solchen Orten bedenkt. Wir verschieben den Besuch auf den geplanten Tofino‑Ausflug, den N ohnehin für die nächsten Tage vorgesehen hat. Jetzt zählt erst einmal nur: ankommen. Rechts geht es nach Tofino, links nach Ucluelet. Die meisten Fahrzeuge biegen nach rechts ab, wir dagegen nach links – der ruhigere Weg, weniger Verkehr. Kurz darauf erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten 5 Nächte und da es später Nachmittag ist, können wir auch direkt hinein.

Wir machen es uns mit einem Kaffee auf unserem Balkon bequem und genießen das Panorama.

Besuch

Da wir hier einen Fernseher haben, vertreiben wir uns den Abend gemütlich am Gaskamin mit Sheriff Country, denn Hunger haben wir nach dem üppigen Mittagessen nicht mehr.
Unsere Bleibe: Ucluelet - Black Beach House