Mittwoch, 20.5.26 / Ucluelet, BC
N ist schon gegen 5 Uhr wach – deutlich zu früh. Mit einem Kaffee ausgestattet setzen wir uns aufs Sofa und genießen den herrlichen Ausblick, ein Weißkopfseeadler, Bald Eagle (Haliaeetus leucocephalus) lässt sich blicken; die Schwarzwedelhirschkuh scheint dagegen erst abends vorbeizukommen. Wir lernen, dass "bald" früher mal die Bedeutung "weiß" hatte, was deutlich mehr Sinn macht als "kahl".
Ebbe
Ebbiger
Wir könnten den ganzen Tag auf dem Sofa verbringen und auf die Bucht schauen. Da gutes Wetter angesagt ist, beschließt N, dass wir zumindest die knapp 2,5 Kilometer des Lighthouse Loop, ein Teil des Wild Pacific Trails, laufen. Schon auf den ersten Metern fällt uns auf, wie viele deutsche Touristen hier unterwegs sind. Insgesamt ist hier einiges los. Der Weg ist geschottert und deutlich weniger urwüchsig als der Botanical Beach Loop gestern, trotzdem bieten sich immer wieder schöne Ausblicke auf den Pazifik und es gibt zahlreiche Sitzgelegenheiten.

Wow, das sind wirklich viele Schiffe, die hier gesunken sind.
Roter Fingerhut, Common Foxglove (Digitalis purpurea) noch eine schön anzusehende Art, die hier nicht hingehört.
Da drüben auf der anderen Seite wohnen wir...
...und zwar ganz links neben dem alten toten Baumstamm.
Bevor wir zum Black Beach House zurückfahren, hält N noch schnell beim Co‑op und besorgt Eiswürfel – endlich wieder eine richtig kalte Margarita. Dazu wandern noch Kaffeeeis am Stiel und etwas Salat in den Korb. In der Unterkunft kocht N Nudeln mit Tomatensauce, schlicht, aber jetzt genau richtig. Danach machen wir es uns auf dem Balkon gemütlich. Die Luft ist mild, die Sonne scheint und während wir unser Nachtischeis essen, hören wir irgendwo in der Ferne immer wieder das typische „Bellen“ eines Seelöwen. Zu sehen ist das Tier nicht, aber angeblich kann man die Rufe über erstaunlich große Entfernungen hören.
Den restlichen Nachmittag verbringen wir faul mit Cold Open von Andrew Raymond und der steigenden Flut.
Unsere Bleibe: Ucluelet - Black Beach House