Montag, 18.5.26 / Victoria, BC > Port Renfree, BC

Wir haben genug von Menschenansammlungen und sind froh, Victoria heute zu verlassen. Über das lange Wochenende war es hier ohnehin ziemlich voll, denn für viele Kanadier ist der heutige Victoria Day ein Feiertag. N ist früh wach und so sind wir um halb Acht beim Frühstück, während wir auf den Kaffee warten, schauen wir uns um.

Das sind mal hilfreiche Informationen.

Heute nimmt N den Bagel und der erweist sich als noch besser als der English Muffin gestern. N hat vorhin schon ein paar Sachen ins Auto gepackt, da das ja hier vor dem Café steht, und als wir nach dem Frühstück losfahren, kommt gerade wieder die Polizei zur Kaffeepause an. Wir halten in der 20-Minuten-Ladezone und N holt noch den Koffer aus dem Zimmer und bringt den Parkausweis und den Schlüssel zurück.

Für die später anlässlich des Victoria Days stattfindende Parade sind bereits einige Straßen gesperrt, sodass es gar nicht so einfach ist, die Stadt in der Richtung zu verlassen, die N eingeplant hat. Nach einigem Hin und Her finden wir schließlich einen Weg. Vor der Weiterfahrt legen wir allerdings noch zwei kurze Stopps ein: zuerst bei Walmart, weil noch geriebener Käse fehlt, und danach an der Tankstelle, sicher ist sicher. Dann geht es weiter die Südwestküste entlang und nach und nach wird es leerer auf der Straße.

Unser erster Stopp heute ist der Sandcut Beach, und wir sind das dritte Auto auf dem Parkplatz. Aus den anderen beiden Autos quillt eine Großfamilie mit vielen schulpflichtigen Kindern, hm? Ach ja, der Feiertag. 

Es wird offenbar feuchter, denn hier finden wir Riesen-Schachtelhalm, Giant Horsetail, (Equisetum telmateia). 

Wir genießen die wärmende Sonne am Sandcut Beach.

Auf dem Rückweg treffen wir jede Menge Leute und als wir wieder am Parkplatz ankommen, stehen hier mindestens 20 Autos herum; wir verschwinden zum nächsten Ziel.

Wir fahren weiter nach Westen begleitet von einem Meer aus blühendem Stechginster, Gorse (Ulex europaeus), der zwar schön anzusehen ist, aber hier nicht hingehört, wie der Name vermuten lässt. Port Renfrew erreichen wir zur Mittagszeit und da N findet, wir könnten ruhig was essen, gehen wir ins Renfrew Pub. N bestellt einen Salmon Burger und probiert ein Wild Renfrew Lager, das von der Phillips Brewing & Malting Co. in Victoria, BC, exklusiv für das Renfrew Pub gebraut wird.

Da wir erst um 16 Uhr in unsere Hütte können, machen wir uns gestärkt auf zu unserem nächsten Ziel dem Botany Bay & Botanical Beach Rundweg. Obwohl auch hier auf dem Parkplatz viele Autos stehen – es ist immer noch Feiertag – verteilt sich der Andrang durch die rund 3 Kilometer lange Strecke ganz gut. N entscheidet, dass wir den Weg gegen den Uhrzeigersinn laufen. So erreichen wir nach etwas weniger als einem Kilometer die Botany Bay.

Botany Bay

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Ty: "Ah, doch was hängengeblieben vom Studium."

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Wir gehen weiter an der Küste entlang Richtung Süden zum Botanical Beach.

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This tree changed its mind it seems.

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 Da hinten im Hintergrund die Landspitze, das ist Cape Flattery in Washington. Da waren wir 2019 bei etwas besserem Wetter.

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Nach dem kurzen Blick auf die Küste, verschwindet der Weg wieder im Wald.

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Immer wieder andere Farben und noch mehr verdrehte Baumstämme.

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Hier muss man beim Gehen ganz schön aufpassen, um nicht von Wurzeln ...

Sunny: "...oder Matsch!"

...  gefangen zu werden.

Ty: "Ich versuche hier gerade ernsthaft zu berichten. Bitte keine Zwischenrufe mehr."

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Wir erreichen den nördlichen Teil des Botanical Beach, der als eine der besten Stellen auf Vancouver Island gilt, um Tidepools zu sehen. Die meisten Besucher kommen genau deshalb hierher – wir können die Begeisterung allerdings nicht ganz teilen. N findet Tidepools irgendwie nicht besonders spannend. Vielleicht liegt das an einer unangenehmen Begegnung mit einer Seeanemone in Schottland in den 80er-Jahren? Wer weiß. Stattdessen lassen wir uns auf einem der vielen Baumstämme nieder – deutlich bequemer und wärmer als die Felsen – und genießen einfach die Aussicht.

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Das haben wir nicht selbst gemacht – das war schon vorher so.

Als wir wieder am Auto ankommen, ist es inzwischen halb vier. Wir machen uns auf den Weg zu unserer Unterkunft für die Nacht. Dort treffen wir kurz vor vier ein, doch der Türcode funktioniert zunächst nicht. N wartet noch bis exakt 16 Uhr – dann lässt sich die Tür problemlos öffnen. Moderne Technik.

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N bringt unsere Siebensachen hinein und macht erst einmal einen Kaffee, den wir draußen in der Sonne genießen. Herrliche Stille umgibt uns. Da wir vorhin reichlich Mittagessen hatten, knabbert N heute Abend nur noch ein paar Cracker mit Erdnussbutter.

Unsere Bleibe: Port Renfrew - Captain's Cabin

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