Freitag, 15.05.26 / Delta, BC > Victoria, BC
Der Jetlag schlägt zu wie ein mittelgroßer Grizzly: früh, unhöflich und ohne Vorwarnung. N ist schon um halb 6 Uhr wach. Wir auch – aber nur, weil wir grundsätzlich wach sind, sobald jemand die Augen öffnet. Bärenlogik: Wenn jemand in deiner Höhle wach wird, bist du automatisch auch wach.
Aber zurück zum Geschehen: Für neun Stunden Zeitverschiebung finden wir halb 6 gar nicht schlecht. N macht sich Kaffee und um halb Sieben geht es für N erst einmal unter die Dusche, danach zum Frühstück, das sich als eher überschaubar erweist. Um 8 Uhr ist alles wieder im Wagen verstaut, und wir fahren zum nahegelegenen Fährterminal. N hat uns bereits vor einigen Wochen auf die 9-Uhr-Fähre von Tsawwassen nach Swartz Bay gebucht.
Drinnen zu bleiben, kommt für uns nicht in Frage. Lieber lassen wir uns die Seeluft um die Nasen wehen und suchen uns daher auf Deck 5 einen halbwegs windgeschützten Platz. Dort genießen wir die Aussicht, auch wenn sie durch das Wetter etwas eingeschränkt ist. N ist verdammt froh, dass sie die warme Jacke mitgenommen hat, die schon in Alaska gute Dienste geleistet hat. Wir erspähen ein paar Seehunde und fragen uns, wieviel Speck so ein Tier wohl braucht, um in dem eisigen Wasser nicht zu frieren.



Nach anderthalb Stunden Überfahrt erreichen wir Vancouver Island und N beschließt kurzfristig eine Planänderung wegen des Wetters: Die eigentlich eingeplanten Butchart Gardens wirken bei Regen nämlich wenig verlockend. Stattdessen fahren wir gemütlich an der Küste entlang nach Victoria und kommen gegen halb eins am Parliament Building an. Das hätten wir sonst nicht besichtigen können, denn an den nächsten Tagen, die wir hier sind, ist es geschlossen. Alles hat halt zwei Seiten. Also ab geht es hinein.
Was nun? N hatte mit dem Restaurant im Parlamentsgebäude geliebäugelt. Ein Schild informiert uns jedoch, dass wir heute nur mit Reservierung hineinkämen. Also gehen wir stattdessen ins nahegelegene Discovery Café und genießen dort einen Apple Fritter mit einem Cappuccino. Danach machen wir uns auf den Weg zur Fisherman’s Wharf, denn dort befindet sich für die nächsten drei Nächte unser Zuhause, das Floating B&B.
Unten links ist unser Zimmer, der Poppy Room.
In dem dunklen Schrank verbirgt sich übrigens die "Küche"; will meinen: Kaffeemaschine und Kühlschrank.
Wir bekommen eine ausführliche Einweisung durch die Besitzerin des B&Bs und dann machen wir uns zu Fuß, ähm Pfote, auf den Weg zum nahegelegene Restaurant Aura für ein frühes Abendessen zur Happy Hour. N nimmt einen Sparkling Rosé als Aperitif und dann einen Chicken Burger mit Feta und Hummus in Begleitung eines sehr leckeren Salats.
Genaugenommen nimmt Sunny den Sekt.

Eieiei, und das nach nur einem Sekt... und Cinco de Mayo ist doch auch schon vorbei.
Nach dem Essen bummeln wir am Wasser entlang zurück zu unserem B&B.
Niedliche Wasser-Taxis flitzen von A nach B...
...und alle naslang startet und landet ein Wasserflugzeug.
Den restlichen Abend verbringen wir mit Harry Potter and the Chamber of Secrets als Full Cast Edition.
Unsere Bleibe: Victoria - Fisherman's Wharf Floating Bed & Breakfast