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Sonntag 6.5.18 Moab, UT → Ely, NV

N & M sitzen nach dem Frühstück noch einen Moment auf ihrer Terrasse und genießen die Umgebung bei einem letzten Kaffee. Ein Paar kommt vorbei und nimmt die benutzen Handtücher aus dem Korb am Pool.

N: „Iiiih, wissen die nicht, dass das die dreckigen Handtücher sind? Saubere gibt es doch an der Rezeption.“

M: „Vielleicht wollen die auch nur ihre Handtuchbestände daheim auffüllen.“

Nach 5 Nächten müssen wir jetzt leider dieses schöne Hotel verlassen, denn hier hat es uns ausnahmslos sehr gut gefallen. Auf der 191 in Moab Richtung Norden: Stau. Offenbar wollen heute am Sonntag alle wieder raus aus dem Ort. Oh, einige wollen scheinbar auch noch in den Arches. So eine lange Schlange haben wir da die ganzen Tage nicht gesehen. Da steht man jetzt bestimmt mindestens eine halbe Stunde an. Allerdings waren wir auch noch nicht so spät hier, denn es ist mittlerweile halb Zehn. N & M spekulieren, ob es schneller gehen würde, wenn es getrennte Schlangen gäbe für die, die noch zahlen müssen und die die schon den Eintritt bezahlt haben.

M: „Deine Lieblingsszene, die Siebziger.“

N (verwundert, denn es läuft I love Rock N Roll von Joan Jett): "Das ist doch Achtziger.“

M: „Ich meine die Temperatur.“

Heute liegt der erste Tag einer langen Fahrtstrecke gen Pazifikküste vor uns. M analysiert unterwegs das Fahrverhalten der restlichen Verkehrsteilnehmer und befindet, dass er ständig überholt werde, da sich keiner an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halte und nur wenn 80 mph erlaubt sei, da führe keiner an ihm vorbei, das scheine den anderen wohl zu schnell zu sein. Was zu beweisen wäre.

Ein Wagen mit Pferdeanhänger überholt uns.

N: „Der hat Heu auf dem Dach. Imbiss für die Pferde.“

M: „Fast Food.“

N deckt sich an einer Raststätte noch kurz mit einem DQ Cookie Dough Blizzard ein und dann geht es auf die lange Strecke über America´s loneliest highway die US 50 (tatsächlich heißt wohl nur der Teil, der durch Nevada führt so aber egal).

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Unser erster Stopp die Sinclair Replica Station in Delta. Hier hat jemand seine private Garage etwas aufgehübscht. Als N von der Straße aus ein Bild macht, hält ein Wagen neben ihr und der Herr meint: "You can get up close if you like". Nett.

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Über Stunden geht es weiter über ewig lange gerade Strecken, wo schon eine Kurve ein Highlight für den Fahrer darstellt. Sogar N fährt hier eine ganze Weile mit Tempomat, was das Fahren, laut M, nicht gerade spannender macht.

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Hier treffen wir auf zwei schwer bepackte Radfahrer, die den endlos langen Anstieg hinaufkommen. Das muss man wirklich wollen. Wir sind sehr froh, stattdessen im Auto zu sitzen und fahren weiter zum Great Basin National Park bei Baker in Nevada. Wir überqueren die Stateline, ohne es zu merken und gewinnen eine Stunde zurück.

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N möchte ins Visitor Center, um ihren Stempel zu holen und was steht da "Closed due to inventory". Da kommen wir schon einmal im Leben in diese verlassene Ecke und dann das? Glücklicherweise scheint es bei den Lehman Caves, die auch zum Park gehören, ein zweites Visitor Center zu geben, deshalb fahren wir da jetzt hin. Puh, hier ist zwar geöffnet aber natürlich gibt es hier den Cave Stempel, egal. Wir schauen den Parkfilm und fahren die paar Meilen bis zum Mather Overlook, denn der Rest der Straße ist noch wegen Schnee gesperrt. Das nimmt uns auch die Entscheidung ab, den Bristlecone Loop zu laufen, denn man kommt eh nicht hin und Schneeschuhe haben N & M auch zufällig gerade nicht dabei. Die von gestern noch beanspruchten Füße stecken momentan auch viel lieber in Flip-Flops und die Motivation heute zu wandern war eh auch nicht wirklich da.

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Wheeler Peak

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Vom Overlook kann man endlos weit ins Tal Richtung Utah schauen.

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Roadside Ranching Exhibt

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T: "Du Sunny, sitzt da eigentlich ein ehemaliges Pferd oder eine ehemalige Kuh am Steuer?"

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Es geht weiter und kurz vor Ely sehen wir auch das erste Wildlife des Tages, 3 Pronghorns grasen rechts der Straße.

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In Ely angekommen will M direkt Tanken, um für den wirklich loneliest highway Abschnitt morgen gewappnet zu sein. Der Dino hier will seine ADAC Kreditkarte nicht, pah dann eben zu Love's, die sind da entspannter.

Im Prospector Inn angekommen, werden N & M freundlich mit zwei Margarita-Gutscheinen für die Lounge empfangen, wie nett. Das Hotel gehört einem Deutschen, erfahren wir, und hinter der Rezeption hängt auch eine mega große Kuckucksuhr. Das Hotel selber ist mit vielen verschiedenen Dingen und Bildern dekoriert, es gibt wirklich viel zu sehen. Das Zimmer ist groß, sauber und gut ausgestattet. Auf dem Bett sitzt ein großer Plüschhund und im Bad eine Quietscheente.

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Nur die complimentary Ohrstöpsel machen N etwas nachdenklich. Wir stellen fest, dass das Gebäude ziemlich hellhörig ist, wir hören jeden Schritt vom Zimmer über uns. Sollten wir nochmals herkommen, nehmen wir ein Zimmer im oberen Stock.

N & M gehen ins hauseigene Margaritas Restaurant und befinden die dort servierten Margaritas für die besten des bisherigen Urlaubs und mit $ 6 auch die bisher günstigsten. Die beiden Gutscheine für die Bar lösen N & M auch noch ein aber die Margaritas hier sind eher slushies und nicht mit den Getränken aus dem Restaurant zu vergleichen, dennoch finden N & M, dies sei eine nette Geste vom Hotel.

86 °F, 423 Meilen, Prospector Inn

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