09. Juni 2006

Der Tag hat angefangen. Endlich, hat ja auch lange genug gedauert. Ich bereite mich langsam auf den Start des grossen Events vor. Nur noch wenige Stunden. Um ca. 12 Uhr bekomme ich einen Anruf von einem Arbeitskollegen, über den ich Tickets für das Eröffnungsspiel oder das Halbfinale in Dortmund bestellt hatte.

Halte Dich fest, sagt er. Ich halte mich fest. Er habe eine positive Rückmeldung erhalten, dass ihm ein Ticket für (super, ich bin beim Halbfinale dabei) ....  das ERÖFFNUNGSSPIEL in München zugeteilt wurde. Eine Welt bricht zusammen. Ein Ticket ist super, jedoch hätte ich nun  nur noch 6 Stunden Zeit, nach München zu kommen. Vom Ruhrgebiet aus und im Freitagfeierabendverkehr ein unmögliches Unterfangen. Ich nehme Abschied von meinem ersten Stadionbesuch und versuche, die Karte noch an den Mann zu bringen. Nach endlos vielen Telefonaten und Faxnachrichten Richtung Service Center München funktioniert es aber dann  doch. Wie konnte das alles passieren? Die FIFA hatte meinen Kollegen schon ca. eine Woche vorher benachrichtigt. Da allerdings die SMS Benachrichtigungsoption seines Mobilfunkanbieters bei eingehenden unperformant war, hatte er seine Mails (konsequenterweise) auch nicht abgerufen. Ganz grosser Sport, die WM fängt ja super an.

Das Spiel schauen sich Nico und ich bei Freunden auf einer Grossbildleinwand in einer Kirche an. Nicht ganz vergleichbar aber auch am Ende egal, da unsere Jungs mit einem 4:2 Sieg gegen Costa Rica sofort prima starten. Abends wird dann noch die Niederlage der Polen gegen Ecuador (0:2) bestaunt.

10. Juni 2006

Der Samstag verläuft sehr passiv und harmonisch. Vor dem heimischen Fernseher werden sich die Spiele des Tages angeschaut. Den Anfang macht Englands wenig überzeugender 1:0 Sieg über Paraguay. Trinidad & Tobago ermauert sich ein glückliches 0:0 gegen Schweden und am Ende schlägt Argentinien die Elfenbeinküste in einem starken Spiel mit 2:1. Damit hat die Truppe um Drogba schon im ersten Spiel die erste Niederlage erhalten. Soviel also zu meinem WM Geheimfavoriten.

11. Juni 2006

Der Sonntag läuft parallel zum Samstag, was meine/unsere Aktivitäten angeht. Die Niederlande schlägt ein schwaches Serbien Montenegro 1:0, Mexiko schlägt eine ebenfalls schwachen Iran 3:1 und Portugal reisst beim 1:0 gegen Angola keine Bäume aus.

Das war es also. Das erste WM Wochenende.

12. Juni 2006 Stadionbesuch in Hannover (Italien -  Ghana)

Ab heute ist Schluss mit lustig. Heute geht es nach Hannover zum Spiel. Abfahrt nach Hannover so gegen 11 Uhr. Schliesslich ist das Spiel ja auch schon um 21 Uhr und ich habe einen Corsa. Gegen 13 Uhr komme ich in Hannover an und fahre zu meiner Übernachtungsoption. Hierbei handelt es sich um Freunde, die wir bei der letzten Trans Atlantik kennen gelernt haben (natürlich AIDA Fans, so wie es sich gehört). Ich bin also angekommen und es wird Zeit, das erste Bier zu eröffnen, denn heute wird nicht mehr selber gefahren. Mit der Bahn Richtung Zentrum und alles wird gut.  In der Stadt komme ich schnell mit zwei Ghanaern ins Gespräch. Der eine Deutscher, der andere Schweizer. Leben aber beide in Ghana und sind zudem tierisch nett. Meinen ersten Freundschaftsschal habe ich mir auch gekauft (5,- €) und der kommt sofort an meinen Rucksack, alles perfekt. Unter anderem machen wir an einem Pub halt und bestellen noch ein Bier. Hierbei sind wir umgeben von Menschen in blauen Trikots. Neben uns auf einmal ein Tisch mit gelben Trikots. Logisch, denke ich mir. Die Schweden müssen ja nach dem ersten Spiel in Dortmund weiter nach Berlin, wo Paraguay wartet. Auf einmal ruft ein italienischer Fan den Schweden zu: (Hello Sweden, let´s talk about Trinidad & Tobago). Das Gelächter ist gross und die erneute Entäuschung der Schweden ebenso. Wir schauen uns auf der Fanmeile noch den 3:1 Sieg der Australier über Japan und den 3:0 Sieg der Tschechen über die USA an und dann ab zum Stadion. Im Stadion sehe ich Bruno, das sprechende Foto, Labbadia und einen wenig überzeugenden 2:0 Sieg der Italiener. Langsam und mit kleinen Schritten geht es dann zum Hauptbahnhof und mit der S-Bahn zu den Freunden, bei denen ich nächtigen darf. Das war echt ein schöner Tag.

13. Juni 2006

Ausschlafen und dann in aller Ruhe wieder zurück in die Heimat. Ich bedanke mich nochmals ganz brav für den Nachtplatz (ist ja auch schliesslich alles keine Selbstverständlichkeit) und fahre los. Heute wird sich ausgeruht, denn Morgen steht ein harter Tag bevor. Also schaue ich mir die Spiele wiederum vor dem heimischen Fernseher an. Südkorea dreht noch das Spiel gegen Togo und gewinnt 2:1. Frankreich und Schweiz ohne Tore und ohne Kommentare und Brasilien duselt sich gegen Kroatien zu einem 1:0.

14. Juni 2006 Stadionbesuch in Dortmund (Deutschland – Polen)

Endlich. Ich bin wach. Mein WM Rucksack ist gepackt. Da ist übrigens die ganze WM über immer das gleiche drin (Unterwäsche, eine 2. Jeanshose, eine Regenjacke (was für ein blödsinn), Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 20 und ein Buch mit Fussballwitzen). Man(n) will ja auch nichts dem Zufall überlassen. Also auf und mit der S-Bahn nach Dortmund, wo ich gegen Mittag ankomme. Auf dem Herren WC im DO Hauptbahnhof treffe ich zufälligerweise alte Bekannte aus Mittweida (Sachsen), wo ich früher eine zeitlang berufsbedingt gewohnt habe. Sie sind zu viert und wir beschliessen, den Tag zusammen zu verbringen. Nach Verlassen des Bahnhofs wollen wir am ersten Bierstand vorbeigehen, leider vergeblich. Na ja, so jung kommt man ja auch nie wieder zusammen. Danach brauche ich einen Freundschaftsschal für meinen Rucksack. Der gute Mann möchte dafür 12,- € haben. In Hannover habe ich den für 7,- € weniger erhalten. Ist mir zu teuer, kriege ich woanders bestimmt günstiger. Weiter geht´s zum Fanfest. Sehr sonnig, gefühlte 50 Grad und kein Schatten in Sicht. Es ist kurz vor 15 Uhr und unser Spiel beginnt erst um 21 Uhr. Das wird lustig. Ab zum Bierstand. Wir schauen uns dort den spanischen 4:0 Sieg gegen hoffnungslos unterlegene Ukrainer an. Während des zweiten Spiels Tunesien – Saudi Arabien (2:2) gehen wir auf dem Roten Teppich von der Innenstadt bis zum Stadion. Ein bis zwei mal müssen wir uns natürlich biertechnisch neu bevorraten. Im Stadion ist die Stimmung grandios, typisch Westfalenstadion eben. Das Spiel ist bis zum Schluss spannend und die Atmosphäre Dank Neuville´s 1:0 so traumhaft, dass ich froh bin, keinen Herzschrittmacher zu tragen. Danach wird nur noch gefeiert: Erst eine Stunde weiter im Stadion, dann weiter in der Innenstadt, dann ab nach Herne, dort in die nächste Kneipe und irgendwann um ca. 5 Uhr geht es total kaputt und überglücklich ins Bett. Einen Freundschaftsschal habe ich mir übrigens am Ende doch noch für 12,- € gekauft. Alles egal.

15. Juni 2006

Ein Ruhetag. Sehr entspannt schau ich mir das 3:0 Ecuador´s gegen Costa Rica an und ärgere mich am Ende doch wegen unseres schlechteren Torverhältnisses. Trinidad & Tobago verlässt das Glück beim 0:2 gegen England, die wiederum nicht grandios aufgetrumpft haben. Die Schweden gehen als glücklicher und hoch verdienter 1:0 Sieger gegen Paraguay vom Platz.

Pah, alles nichts im Vergleich zum gestrigen Spiel.

16. Juni 2006 Stadionbesuch (Argentinien – Serbien Montenegro)

Da das Spiel in Gelsenkirchen das Erste des Tages ist, geht es natürlich wieder früh los. Am Vormittag bin ich am Hauptbahnhof und treffe mich später mit einem Freund, dem ich eine Karte für dieses Spiel überlassen habe und zwei weiteren Bekannten. Ich gehe erst einmal die Fussgängerzone lang, um die Stimmung aufzufangen. Alle sind gut drauf und beide Fanlager feiern ihre Helden und vor allem sich selbst. Natürlich wird mein Rucksack um einen weiteren Freundschaftsschal (10,- €) bereichert. Die haben echt alle unterschiedliche Preise.

Danach hole ich mir noch schnell das aktuelle Trikot unserer Jungs.

Oh Mann, dieser Urlaub wird ´ne teure Kiste. Mittlerweile ist mein Freund eingetroffen und wir machen uns nach einem Begrüssungsbier auf den Weg zum Stadion mit der S-Bahn.

Nun meide ich ja als BVB-Fan diese Region, wo ich nur kann. Für dieses Event mache ich aber gerne eine Ausnahme. Im Stadion treffen wir dann noch zwei weitere Bekannte und wir verabreden uns „für nach dem Spiel"

Die Atmosphäre ist gut und die Argentinier sind brillant. Das 6:0 ist auch in dieser Höhe verdient. Der Spielzug zum 2:0, an dem so ziemlich die gesamte argentinische Mannschaft beteiligt ist, eine Augenweide. Hoffentlich werden die Jungs nicht Gruppenerster. Nach dem Spiel treffen wir uns wie verabredet und begeben uns wieder in meine Heimatstadt und somit raus aus dem „Feindesland". Ach ja, Maradona habe ich übrigens auch live gesehen. Der stand fast ausnahmslos und sein Sitz war nur 2 Reihen unter mir. Okay, ca. 30 Meter nach links versetzt im VIP Bereich, aber immerhin.

Von dem Spiel Niederlande – Elfenbeinküste (2:1) bekomme ich leider nur die 2. Halbzeit mit und das torlose Abendspiel von Mexiko und Angola geht gar nicht. Wir sind in der Kneipe unseres Vertauens und so gegen 04:00 in der Früh wird der Heimweg angetreten. Morgen wird sich wieder ausgeruht.

17. Juni 2006

Keine Outdoor-Tätigkeiten. Zuhause schau ich mir Portugal´s 2:0 Sieg gegen den Iran an.

Bei der Niederlage der Tschechen gegen Ghana (0:2) muss ich an meine 2 Ur-Ghanaer aus Hannover denken und schmunzeln. Den Abschluss bildet ein unterhaltsames 1:1 der USA gegen Italien. Nach der Roten Karte für Italien war für die USA mehr drin, aber sie mussten ja kartentechnisch gleichziehen. Also leider keine faustdicke Überraschung, nur eine kleine. Sehr Schade.

18. Juni 2006

Es ist Sonntag und weiter geht´s mit Fussball. Einfach nur klasse. Selbst Spiele wie Japan gegen Kroatien (0:0) machen mir Spass. Schade, dass die Brasilianer sich gegen Australien beim 2:0 Sieg durchduseln. Die Franzosen müssen nach ihrem zweiten Remis (dieses Mal 1:1 gegen Südkorea) aufpassen, dass die WM nicht wieder ohne sie weitergeht. Zufrieden und ausgeruht geht es ins Bett.

19. Juni 2006

Ein Arbeitstag. Muss ja auch mal sein. Nachdem ich alle meine Mails gelesen und weitestgehend auch bearbeitet habe, schickt mich meine Chefin wieder nach Hause.

Danke Chefin. Damit kann ich mich nun langsam auf meine kleine Spritztour konzentrieren.

Meine Tasche ist gepackt und mein WM-Rucksack aufgefrischt und ab geht es zu Sixt, wo ich mir einen Wagen gemietet habe. Ich erhalte einen VW Touran. Riesengross, einigermassen flott und schluckt den teuren Sprit, dass mir schlecht wird. Ich fahre also gegen 15 Uhr nach Thüringen, wo ich bei einem Freund übernachte. Auf der Fahrt verfolge ich den Schweizer 2:0 Sieg gegen Togo. Während dieser Fahrt veröffentliche ich meine Errungenschaften. 4 Fenster, 4 Schals. Dass passt. Als ich auf einen Rastplatz in Hessen fahre, werde ich dafür von einem Polizisten angesprochen, dem mein dekoriertes Auto sofort auffällt. Er begutachtet meine Schals und prüft, ob sich auch keine „bösen" Exemplare darunter befinden. Da es sich aber neben meinem Deutschlandschal nur um die 3 Freundschaftsschals handelt, darf ich meine Fahrt fortsetzen. Natürlich nicht, bevor er meine Personalien überprüft hat (Führerschein und Personalausweis). In Thüringen, der Ort wird Euch sicherlich nichts sagen, kann ich mir noch die anderen beiden Spiele anschauen.  Ukraine gewinnt auch mal ein Spiel (4:0 gegen Saudi-Arabien) und die Spanier drehen Ihr Spiel gegen Tunesien in ein 3:1 und setzen somit ihren guten Lauf fort. Es wird gegrillt und viel geredet und dann irgendwann ins Bett gegangen.

20. Juni 2006 Stadionbesuch (Deutschland – Ecuador)

Der Tag fängt früh am Morgen an. Wir frühstücken, bringen den Sohnemann meines Freundes in den Kindergarten nach Erfurt und dann ab nach Berlin. Das Spiel beginnt um 16 Uhr, zeitgleich mit dem anderen Gruppenspiel (Polen gegen Costa Rica). Es ist warm bzw. heiss. Die Ecuadorianer sehen sehr zuversichtlich aus. Das wird sich hoffentlich legen. Im Stadion sitze ich neben zwei BVB-Fans, das nenne ich mal Glück. Das Spiel ist genauso berauschend wie die Stimmung, die wir produzieren. Ecuador wird 3:0 verhauen, spielt aber nicht mit der stärksten Formation, was mir jedoch vollkommen egal ist. Die Polen fahren mit einem 2:1 Sieg nach hause. Nach dem Spiel treffe ich mich wieder mit meinem Freund, der sich das Spiel vor dem Stadion am Fernseher angeschaut hat.  Wir ziehen weiter in Stadt, treffen und dort mit der Partnerin meines Freundes und schauen uns das Abendspiel (England gegen Schweden) in einem der Biergärten an. Ein spannendes 2:2 . Schade, hätte die Engländer so gerne gegen uns spielen sehen. Auch Paraguay schafft seinen ersten Sieg und schlägt Trinidad & Tobago mit 2:0. Vor Besuch des Biergartens hatte ich mir natürlich noch einen Fanschal für meinen WM Rucksack geholt (12,- €). Nach dem Abendspiel fahren wir mit der Bahn zu der Mutter der Freundin, bei der wir dann auch alle übernachten. Das war ein sehr schöner Tag.

21. Juni 2006 Stadionbesuch (Iran – Angola)

Und mal wieder früh aufstehen. Wir fahren von Berlin direkt nach Leipzig zum absoluten Highlight dieses Turniers. Iran empfängt Angola und ich habe Bedenken, dass ich fast der Einzige im Stadion sein werde. Doch weit gefehlt. In Leipzig ist die Hölle los. Den Schal für dieses Spiel bekomme ich erst im 3. Anlauf (alles ausverkauft). Beiden Fanlagern ist es nur wichtig dabei zu sein, auch wenn es wahrscheinlich der letzte Auftritt beider Mannschaften ist. Die Sonne brennt ohne Ende und alle haben ihren Spass, wir natürlich auch. Im Stadion habe ich mit meinem Platz Glück (direkt neben dem Presseblock) und die Sicht auf´ s Grün ist dementsprechend super. Zu meiner Linken nimmt ein netter, junger Amerikaner (Chicago) mit iranischer Herkunft Platz. Wir fachsimpeln ein wenig, geben uns gegenseitig mehrere Biere aus und bestaunen das Spiel in einem „VOLL BESETZTEN STADION". Respekt Maximum. Das Spiel selber ist interessant, aber auf nicht sehr grossem Niveau. Mittlerweile ist man doch anspruchsvoll. Man trennt sich schiedlich, friedlich 1:1 und beide Fanlager können so auch nach dem Spiel weiterfeiern. Keiner hat sein Gesicht verloren. Zeitgleich bleibt Portugal durch sein 2:1 gegen Mexiko Gruppenerster. Wir fahren direkt nach dem Spiel wieder zurück nach Thüringen, wo ich noch ein weiteres Mal übernachten werde. Die Abendspiele sind durchwachsen. Die Niederlande trennen sich torlos von Argentinien und die Elfenbeinküste schafft wenigstens einen WM-Sieg (3:2 gegen Serbien Montenegro). Soviel also zu meinem WM-Geheimfavoriten.

22. Juni 2006

Es wird Zeit, wieder nach Hause zu fahren. Ich komme so gegen 14 Uhr bei Sixt an und tausche den Touran gegen meinen kleinen, süssen Corsa ein. Ich stelle meinen Wagen zuhause ab und schaue mir noch schnell Italiens 2:0 Sieg gegen Tschechien und registriere nebenbei, dass Ghana nun durch das 2:1 gegen die USA im Achtelfinale steht. Das nenne ich eine Überraschung.  Dann nehme mir ein Taxi und fahre damit (ok, lass mich fahren) zu der Kneipe, in der schon die Kollegen meines Fussballvereins warten. Morgen früh um 6 Uhr geht es nämlich mit dem Flieger in den sonnigen Süden. Okay, es geht nach Spanien. Okay, es geht nach Mallorca. Okay, es geht nach Arenal. Okay, Ballermann 6 bis 38. Vorher wird sich allerdings sich noch an der Dartscheibe versucht (Cricket). Je mehr getrunken wird desto mehr haben wir von unserem Geld. Ca. eine Stunde pro Spiel. Nicht gut aber günstig. Wir schauen uns noch beiläufig die weiterhin enttäuschenden Brasilianer an (4:1 gegen Japan) und (dank Premiere) das 2:2 der Kroaten gegen Australien. Bye, bye Kroatien. Wie ich später erfahren habe, soll sich übrigens ein Japaner nach dem Brasilienspiel vor lauter Enttäuschung das Leben genommen haben. Ich hoffe, ein Zeitungsente.

Nichtsdestotrotz bleibe ich bis weit nach Mitternacht, bis ich mich wieder nachhause fahren lasse. Schliesslich muss ich noch meinen Koffer packen und vielleicht sogar ein paar Minuten schlafen. Täte mir echt gut. Um 4 Uhr ist wieder Treffpunkt. Dann fahren wir zu Flughafen.

23. Juni 2006

Der Koffer ist gepackt (10 Minuten), der WM Rucksack natürlich wieder aufgefrischt (5 Minuten) und geschlafen habe ich tatsächlich auch noch (120 Minuten). Mit dem Taxi geht es zurück zur Kneipe und dann weiter zum Flughafen. Die Jungs sind alle mehr oder minder fertig. Alle haben die Nacht durchgemacht. Wir kommen in Spanien an checken ein. Mit Rücksicht auf meine Kollegen und auch auf mich erspare ich mir weitestgehend Details. Es sei nur soviel gesagt, dass wir alle Alkohol in Massen zu uns genommen haben und reichlich Schlaf hatten. Die letzten Gruppenspiele schauen wir (übrigens 22 Mann) uns im sogenannten Megapark an. Grosse Leinwand, gute Sicht, das passt. Spaniens 1:0 Sieg gegen Saudi-Arabien haut uns genauso wenig um wie der 1:0 Sieg der Ukraine gegen Tunesien. Auch die beiden 2:0 Siege der Franzosen (gegen Togo) und Schweizer (gegen Südkorea) lassen uns vor Begeisterung aufschreien. Die Urlauber aus der Schweiz sind allerdings entzückt, dass sie nun im Achtelfinale stehen. Wir machen uns abends frisch geduscht auf den Weg und landen irgendwann im Bierkönig. Als sich die Stimmung auf dem Höhepunkt befindet, verabschiede ich mich und gehe zurück ins Hotel. Ein langer Tag steht mir bevor.

24. Juni 2006 Stadionbesuch (Deutschland – Schweden)

Ich habe mir ein Taxi für 04:00 Uhr morgens bestellt. Sehr zerknautscht steige ich ins Taxi ein, welches mich zum Flughafen Palma bringen soll. Unterwegs glaube ich nicht, was ich gerade feststellen muss. Zum Einen habe ich noch mein Zippo mit (wie dämlich von mir), welches ich sicherlich nicht mitnehmen darf. Zum Anderen befindet sich mein Personalausweis noch im Hotel. Den hatte ich ja gestern beim Einchecken abgeben müssen.

Da die Rezeption erst viel besetzt  ist, habe ich ein Problem (wie noch dämlicher von mir).

Am Flughafen angekommen begebe ich mich also zur spanischen Flughafenpolizei.

Mit meinem nicht vorhandenen spanisch und vielem Gestikulieren gelingt es mir tatsächlich, einen vorläufigen „spanischen" Ausweis ausgestellt zu bekommen. Dieser erlaubt es mir zumindest, wieder nach Deutschland zurückfliegen zu dürfen. Das Zippo wird nebenbei auch nicht beanstandet. Das nenne ich Glück. Am Münchener Flughafen angekommen mache ich mich flugs auf den Weg zur Bundespolizei. Ich wiederhole meine Geschichte. Die Beamten staunen nicht schlecht, als ich Ihre Fragen beantworte:

Wie kann ich helfen? Ich brauche einen vorläufigen Personalausweis.

Wo kommen Sie her? Palma de Mallorca

Wann sind Sie gelandet? Gerade eben

Wie sind Sie hier hin gekommen? (Ich zeige meinen „spanischen" Ausweis. Eine weisse DIN – A 4 Seite auf spanisch)

Wo möchten Sie denn hin? Wieder zurück nach Palma de Mallorca

Wann und Warum? Morgen Früh um 6 Uhr, da befindet sich mein Urlaubskoffer.

Warum sind Sie überhaupt hier? Ich zeige mein einziges Gepäck (richtig, meinen WM Rucksack) und sage ihm, dass ich mir heute das Spiel anschauen werde.

Im Stadion? Jep

Die Beamten sind zuerst sehr überrascht, schauen gebannt auf die vielen Schals und sind daraufhin sehr freundlich (vielleicht auch ein bisschen neidisch). Man teilt mir jedenfallsmit, dass ich die spanische Ausgabe getrost vernichten kann und das mir ein Ausweis erst am Tage des Fluges (also morgen) erstellt und ausgehändigt werden darf. Ich weiss Bescheid und verabschiede mich brav.

Nun geht es darum, meine Schlafmöglichkeit zu finden. Eine langjährige Freundin meiner Mutter hat sich und ihre Wohnung dafür zur Verfügung gestellt. Bei ihr angekommen unterhalten wir und noch ein bisschen und dann geht es auch schon weiter Richtung Marienplatz. Es ist wie immer heiss und megavoll. Die Stimmung machen eigentlich nur die Schweden, die Deutschen halten sich doch merklich zurück. Ich versuche einen Freundschaftsschal zu ergattern, leider erfolglos. In München soll es für dieses Spiel wohl keine geben. Unverschämtheit. Unterwegstreffe ich zwei nette Bremer (Werderfans), mit denen ich den Tag verbringe. Wirfahren zum Stadion mit der S-Bahn, immer noch keine Stimmung. Ich bin enttäuscht. Am Stadion verlieren wir uns für knapp 30 Minuten. In dieser Zeit stehe ich in der prallen Sonne (innerhalb des Stadionbereiches) und warte auf die beiden und bin kurz davor, einen Sonnenstich zu bekommen. Als wir wieder vereint sind, suchen wir schnellstmöglich ein schattiges Plätzchen auf. Ein paar Bier später weiss ich, dass es ein harter Tag wird. Mit meinem Platz habe ich anscheinend richtig Glück, direkt hinter der Trainerbank. Ich stehe vor dem Eingangsbereich meines Blocks. Die Bratwurst in der einen, das Bier in der anderen Hand.

Das Sicherheitspersonal (weiblich) bittet mich höflich, den Eingang zu diesem Block für die Zuschauer frei zu machen. Ich weiche und bestaune, die voller Stolz und ein wenig arrogant den Block betreten (Bundfaltenhose und Hemd waren keine Seltenheit). Ich also zurück und neu bevorraten. Ich stehe erneut mitten im Eingangsbereich mit einer Bratwurst und einem Bier bewaffnet. Nun kommt das Sicherheitspersonal (männlich) erneut auf mich zu und bittet mich, dieses Mal nicht mehr so höflich, aus dem Weg zu gehen.

Desweiteren werde ich energisch aufgefordert, meinen eigenen Platz aufzusuchen. Ich also einen Schritt nach vorne und zeige ihm dabei mein Ticket. Schlagartig ändert sich der Umgangston:

„Vielen Dank, dass Sie mir Ihr Ticket gezeigt haben. Ihr Platz befindet sich direkt neben des Pressebereiches hinter der Trainerbank. Ich wünsche Ihnen ein schönes Spiel und noch einen angenehmen Tag".

Tja, dass zu dem Thema: Kleider machen Leute. Das Spiel ist klasse, die Stimmung auf einmal auch und wir haben alle unseren Spass. Bis auf die Schweden. Mit einem 2:0 gehen wir ins Viertelfinale und die Schweden nach hause. Nach dem Spiel fahre ich wieder zum Marienplatz und kaufe mir einen Schwedenschal als Trophäe. Nach einem Liter Cola für 6,-€  und dem 2:1 der Argentinier gegen Mexiko begebe ich mich zu meinem Schlafplatz. In etwas mehr als 60 Minuten kommt schon wieder mein Taxi, dass mich zum Flughafen bringen soll.

25. Juni 2006

Kaum geschlafen geht es wieder zurück nach Spanien. Vorher lass ich mir noch bei der Bundespolizei meinen vorläufigen Personalausweis ausstellen. Mein Zippo darf ich auch wieder mitnehmen, nachdem ich der Sicherheit vorgeführt habe, dass es gänzlich leer ist.

Ich komme in Palma an und es ist kurz vor 09:00 Uhr. An Schlaf ist weiterhin nicht zu denken, da die ersten meiner Kollegen schon wieder auf den Beinen sind. Wir schauen uns Englands Weiterkommen gegen Ecuador an (1:0) und sehen am Abend das beste Länderspiel, was ich jemals gesehen habe (ohne deutsche Beteiligung). Portugal gegen Holland (1:0) ist der absolute Hammer.

26. - 28. Juni 2006

Nach drei weiteren Tagen und Italiens (mal wieder glücklichem) 1:0 Sieg gegen Australien, dem an Niveaulosigkeit nicht zu überbietendem 0:3 i.V. der Schweizer gegen die Ukraine, Brasiliens langweiligem 3:0 gegen Ghana und Frankreichs sehr überzeugendem 3:1 gegen Spanien, geht es wieder zurück nach Deutschland. Vollkommen fertig und sehr zufrieden, das ist mein Fazit.

29. Juni 2006

Es wird viel geschlafen. In der Nachmittagszeit fahre ich nach Erkelenz, um mir ein Ticket abzuholen. Auf der A52 bleibt mein Auto auf einmal stehen. Glücklicherweise direkt vor einem Rastplatz, auf den ich noch rollen kann. Ich rufe den ADAC an und der stellt fest, dass irgendetwas mit irgendeinem Sensor nicht okay ist. Er fährt weiter, ich fahre weiter und mache noch 4 weitere Stopps. Zu guter letzt lass ich mich über den ADAC abschleppen. Der Wagen wird vom ADAC (Düsseldorf) am nächsten Tag repariert und ich miete einen Leihwagen für einen Tag. Mit ihm fahre ich wieder weiter nach Erkelenz und komme nach gut 6 Stunden wieder zuhause an. Oh Mann, das hat echt Spass gemacht.

30. Juni 2006

Es steigt das nächste Event. Heute wollen wir über Argentinien ins Halbfinale. Das wird ´ne harte Nummer und ich bin sehr angespannt. Vorher allerdings darf ich noch kurz nach Düsseldorf, um dort den Leihwagen gegen meinen reparierten Corsa einzutauschen. Wieder zuhause angekommen warte ich auf Nico, die bis 15:45 arbeiten muss. Eigentlich wollten wir uns das Spiel im Bochumer Ruhrstadion anschauen, aber mittlerweile ist das Stadion voll und der Zugang wird uns verweigert.

Wir schauen uns das Spiel im Bermuda Dreieck an und auch hier ist es super voll. Ganz Deutschland scheint auf den Beinen zu sein. Das Spiel ist nichts für Menschen mit Herzleiden. Nach dem 1:1 (Danke, Miro) fliessen bei mir die Tränen vor Erleichterung und Nico tröstet mich. Auch wenn sie gar nicht recht weiss, warum. Als wir dann im Elfmeterkrimi (4:2) weitergekommen sind, der nächste Heulkrampf. Nico mag mich nicht mehr trösten und schiebt mich einer neben mir stehenden Frau in die Arme, die ebenfalls heult. Sehr seltsam. Sie hat mich aber dabei wohl nicht aus den Augen verloren. Als meine Fassung wieder da ist, machen wir uns ganz langsam wieder auf den Weg. Es wird gegrillt und sich die Italiener bei ihrem 3:0 gegen die Ukrainer angeschaut.

01. Juli 2006 Stadionbesuch (Frankreich – Brasilien)

Heute geht es nach Frankfurt. Nico ist so nett und leiht mir ihren Wagen. Ich habe zwar meinen Corsa sehr lieb geworden, aber BMW ist auch okay. Dieses Mal darf ich wieder bei Freunden aus dem AIDA-Urlaub übernachten (natürlich auch AIDA-Fans). Da der BMW ein Navi hat, gebe ich also die Adresse von Biggi und Andre ein. Funktioniert alles wunderbar, abgesehen davon, dass die Autobahnausfahrt, an der ich abfahren soll, mittlerweile nicht mehr existiert.

Danach befinde ich mich in einem Neubaugebiet, kennt mein Navi auch nicht. Ich werde langsam müde. Egal, dann habe ich es doch geschafft und heile angekommen. Wir fahren mit der Bahn in die Innenstadt und treffen uns dort mit Dirk, einem weiteren AIDA-Fahrer. Ja, ja, wir sind eine wirklich grosse Familie und alle sind so lieb. Nachdem wir uns mit Dirk getroffen haben, gehen wir Richtung Fanfest, um das erste Spiel des Tages zu sehen. Absolut cool, die Leinwand befindet sich direkt auf´m Wasser zwischen beiden Ufern und ist auch beidseitig beguckbar. Was meine Enttäuschung bzgl. des Freundschaftsschals (München)  angeht, ich lasse mich nicht unterkriegen und begebe mich sofort auf die Suche. Und siehe da, am Wegesrand kann ich tatsächlich einen für das Abendspiel ergattern. Ich bin hoch zufrieden und dem ersten Bier steht nun nichts mehr im Wege.

Wir sind umringt von Portugiesen und Engländern, die auf den Anstoss warten. Auch hier ist alles ganz ruhig, keine Randale, und schw... heiss. Endlich, das Spiel fängt an und als es zum Elfmeterschiessen kommt, bemerke ich zwei Engländer, die recht dicht hinter uns stehen. Da ich mir denken kann, dass die Engländer nach guter alter Elfmeterschiessentradition rausfliegen, und ich in Sorge ob des Verhaltens unserer Engländer bin, spreche ich sie einfach an und heuchele Solidarität vor. Es hat geholfen, denn nach der zu erwartenden Niederlage (1:3) geben mir die beiden Engländer brav und unglaublich traurig die Hand, wünschen uns Deutschen alles Gute für die nächsten Spiele und sind sofort weg. Puh, Glück gehabt. Jetzt muss ich mich auch schnell verabschieden, denn das nächste Event steht an. Aber, wie komme ich jetzt schnell ins Stadion. Ich frage zweimal nach und erhalte drei Antworten. Also frage ich eine Polizistin (übrigens sehr freundlich), die mir rät, auf die andere Uferseite zu gehen und dann ein Taxi zu nehmen. Gesagt, getan, ich bin im Stadion.

Das Spiel ist wirklich rasant, was allerdings nur an den Franzosen liegt. Brasilien fliegt nach einem hochverdientem 0:1 ebenso hochverdient aus dem Turnier. Nach dem Spiel treffe ich mich wieder mit Biggi und Andre. Sie sind irgendwo, ich kenne mich nicht aus, also Taxi. Sehr effektiv und sehr teuer. Wir sind auf dem Fest einer Tanzschule (glaube ich) und quatschen noch ein wenig. Es gibt Bierstände, eine grosse Bühne, und Fressbuden. Bei einer Bude essen Andre und ich solange Hamburger bis sie keine mehr haben (die waren aber auch lecker). Sehr satt fahren wir zu den beiden und ein weiterer, schöner Tag geht zu Ende.

02. Juli & 03. Juli 2006

Spielfrei und die Anspannung steigt.

04. Juli 2006 Stadionbesuch (Deutschland  -  Italien)

Es ist soweit, der Tag der Entscheidung. Wie immer geht es sehr früh los und irgendwie habe ich ein

komisches Gefühl. Ob das gut geht? Mittlerweile wissen wir, dass es nicht gut gegangen ist (leider).

Doch bis dahin vergehen noch viele Stunden. Ich komme in Dortmund mittags an und komme ins Gespräch mit einer kleine Gruppe, die sich das Spiel auf dem Friedensplatz ansehen wollen.

Es ist lustig und ich lasse mir Zeit. Im Anschluss treffe ich mich mit Thomas (Erfurt), der extra für dieses Spiel anreist, ohne eine Karte zu haben (Respekt). Es wird sich viel unterhalten und natürlich ganz wenig getrunken. Die Spannung steigt ins Unermessliche und ich beschliesse, ins Stadion zu gehen. Thomas begleitet mich noch bis zum ersten Kontrollpunkt und wir verabreden uns für später.

Die Stimmung ist, wer hätte es gedacht, bombastisch. Wir Fans peitschen unsere Jungs an und es entwickelt sich ein hochspannendes Spiel, dann Verlängerung, dann die 119. Minute.

Stille.

Mein Kopf vergräbt sich zwischen meine Hände und ich spüre nichts mehr. Ich sitze so mehrere Minuten. Das Spiel ist mittlerweile vorbei und wir haben verloren. Das Stadion leert sich und die ersten Kamerateams gehe durch die Reihen, um Eindrücke einzufangen. Als ein Kameramann seine Kamera auf mich draufhalten möchte, sehe ich ihn an und schüttele nur wortlos den Kopf. Anscheinend sehe ich wohl so fertig aus, dass der Kameramann, ebenfalls wortlos, seine Kamera senkt und weitergeht. Nach ca. 1 Stunde verlasse ich das Stadion und möchte nur noch ins Bett.

Leider möchten nun ca. 200.000 Menschen gleichzeitig Dortmund mit der S-Bahn oder Zug verlassen. Der Andrang ist jedenfalls so gross, dass die Polizei kurze Hand den ganzen Bahnhof sperrt. Ganz toll. Ich laufe durch Dortmund, auf der Suche nach einem Taxi, was im Nachhinein übrigens ein totaler Blödsinn war. Natürlich bekomme ich kein Taxi und nach endlosem Herumlaufen gehe ich wieder zum Bahnhof zurück. In Herne angekommen (endlich) gehe ich in die nächste Kneipe und trinke mehrere Mineralwasser hintereinander. Ab der 119. Minute ist mir die Lust auf Bier schlagartig vergangen. Nach ca. 11 Anrufen von Nico auf mein Handy fahre ich mit einem Taxi nach Hause. Es ist jetzt irgendetwas zwischen 4:00 und 5:00 Uhr. Die WM ist vorbei.

05. Juli 2006

Ich stehe irgendwann auf  und alles läuft wie im Film. Soll ich mir das zweite Halbfinale anschauen?

Ach Mensch, natürlich. Frankreich schlägt Portugal 1:0 und ich erfahre in der Halbzeitpause dieses Spiels, dass wir nicht 1:0, sondern 2:0 gegen Italien verloren haben. Oh Mann, ich war im Stadion und habe das zweite Tor gar nicht mehr mitbekommen. Die Trauer kommt wieder.

06. & 07. Juli 2006

Die Arbeit bringt Abwechslung.

08. Juli 2006

Das Spiel um Platz drei. Kein Public Viewing, dafür Grillen. Wir laden Freunde ein. Kerstin und Martin kommen und Jens und Kim, die noch eine Freundin mitbringen. Wir schauen uns im Rahmen eines schönen Abends unseren 3:1 Sieg gegen Portugal an. Die Stimmung ist nicht überschwappend aber ganz okay. Der Dritte Platz. Ein würdiger Abschied mit einem starken deutschen Auftritt gegen allerdings wenig überzeugende Portugiesen.

09. Juli 2006

Schade, Zidane. Du hattest es in der Hand. So gewinnen glückliche Italiener das Turnier und revanchieren sich für unseren WM Triumph 1990 in Italien.

Vormittags haben sich unsere Jungs offiziell von uns verabschiedet mit einer letzten, beeindruckenden Fete vor dem Brandenburger Tor.

Die WM ist vorbei. Ein unglaublich toller Urlaub ist zu Ende. Es war das Beste, was ich jemals erleben durfte und ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben und bei denen ich übernachten durfte.

Vielen Dank und uns allen Viel Spass in 2 Jahren.

Bis dahin ruft unser Kühlschrank munter weiter: Toor, Toor Toor, das Spiel ist aus...

Denn wie sagte Herberger doch so schön:

Nach der WM ist vor der EM !!!

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