N hat M letztes Jahr ein kombiniertes Geburtstags- /Weihnachtsgeschenk gemacht: eine Reise nach Rom über Ostern. Vorne und hintendran haben N & M jeweils noch einen Tag Urlaub gehängt, was dank der arbeitnehmerfreundlichen Lage der Feiertage dieses Jahr gut machbar war.

 

Donnerstag 13.4.17

M hat sich vorgenommen, am Vorabend schnell wieder vom BVB Spiel nach Hause zu kommen und tatsächlich schafft er es zwar eine Stunde später als geplant aber immerhin, um halb Elf ist er zurück. Der Koffer ist tatsächlich, laut Ms Aussage, auch schon fertig gepackt, ok, ist jetzt auch keine so große Kunst, N & M reisen diesmal nur mit Handgepäck.

Der Wecker klingelt um 7, N war zwar schon eher wach, denn Daisy & Della haben gegen halb 6 das freie Training von Monte Carlo unter dem Bett eröffnet. Scharfe Kurven scheint es dort unten drunter offenbar auch zu geben. N frühstückt und M bügelt seine restliche Kleidung. Koffer war wohl doch noch nicht fertig... Kurz vor halb 9 verlassen wir dann endlich das Haus. N überschlägt noch mal schnell alles um Kopf und stellt mit Schrecken fest, dass Sie sich um etwa eine halbe Stunde vertan hat, wir hätten schon gegen 8  los gesollt.

M: "Ach, tanken müssen wir auch noch."

N: "Na klasse! Hätte das nicht besser gestern erledigt werden können?"

M: "Kam nur ein Bombenanschlag und ein verschobenes Spiel dazwischen."

Ok, ok, das ist ein Argument.

Gut, dass Ferien sind und die Straßen recht leer. M versucht, uns mit Fahren knapp oberhalb des Erlaubten rechtzeitig zum Flughafen zu bringen und kurz nach 9 sind wir tatsächlich am P24. M findet sogar nahe bei der Einfahrt auch noch einen freien Stellplatz, ist vermutlich vor Kurzem jemand raus gefahren. So nah dran standen wir jedenfalls noch nie. Der Wagen an der Schranke hinter uns hat offenbar nicht reserviert, denn die Schranke öffnet sich nicht für ihn. Er braust davon. In den Osterferien hier nicht zu reservieren ist ganz schön mutig findet N. Ungewohnterweise geht unsere Eurowings Flug nicht von Terminal A, sondern von B. Gut, dass N noch mal auf die Anzeigetafel geschaut hat, da wären wir doch glatt falsch gelaufen. Kommt man dann eigentlich zu B wenn man in A durch die Sicherheitskontrolle geht überlegt N laut. Vermutlich ja, seit man neuerdings zwischen allen Terminals hin und her kann laut Beschilderung. Oder ging das früher auch und war nur nicht so ausgeschildert? Egal, wir stehen ja jetzt richtig.

Der Herr an der Sicherheitskontrolle spricht mich doch tatsächlich an ich solle schön brav sein. Pah! Und dann fasst er mich auch noch an und schüttelt mir die Pfoten. Darf der das??? und warum muss ich eigentlich wieder durch den Röntgentunnel? Sunny meint, ich solle mich nicht so haben. Was die schon will, sie hat heute echt Pech, M hat sie in den Koffer verbannt (geht ja gar nicht finden N und ich) und seit 2 Stunden fordert sie vehement Freiheit für alle Bären unabhängig von der Fellfarbe.

Die Dame in der Schlange vor uns hat ihr gesamtes Körperpflegesortiment in großen Behältern, die sind dafür aber Houdini-mäßig in die kleinen Plastikbeutel gestopft. Allerdings hat sie zwei Beutel gebraucht. Der Kontrolleur macht ihr klar, dass das so nicht geht. Bis sie das verstanden und eingesehen hat, dauert es etwas. Dann nutzt sie noch kurz die Produkte, sprüht ne Runde Deo, N hat schon Angst, dass Sie auch noch den Umstehenden was davon anbietet, und ist froh, dass die Dame nicht auch noch das Duschgel hier an dieser Stelle nutzen will. Endlich ist dann doch alles weggeworfen und es geht mit der Schlange voran.

Unser Boarding verzögert sich eine Weile aber da der Kapitän die Flugzeit mit 1h 35min angibt, holen wir da vielleicht auch wieder was raus, die Bordkarte rief nämlich 2h Flugzeit auf. Aber es ist ja auch nicht so, als hätten wir heute noch groß Termine, ist ja schließlich Urlaub. N meint, wir hätten nur für die Vatikanischen Museen timed tickets, also N &M, Sunny und ich können da offenbar jederzeit rein. Das Wetter soll auch mitspielen, für die nächsten Tage sagt der Wetterfrosch 20-24 °C und Sonne-Wolken-Mix an. Passt! Wie bestellt.

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In Rom angekommen wollen N & M Tickets für den Leonardo Express erstehen, der uns direkt ohne Stopp vom Flughafen Fiumicino zur Stazione Termini bringen soll, eigentlich ne einfache Sache, allerdings stellt sich der Herr am Automaten vor uns offenbar selten dämlich an. Es dauert und dauert und dauert... und am normalen Ticketschalter steht leider auch eine lange Schlange. Eine Durchsage droht die nahende Abfahrt des Zuges an und wir haben immer noch keine Fahrkarten. Nerv. Der nächste Zug geht erst wieder in 30 min. M erspäht, dass die kleinen Läden hier drum herum offenbar auch Fahrkarten verkaufen und sprintet los. Ratz fatz haben N & M Tickets und eilen zum Zug. Geschafft. Die Fahrt dauert 32 Minuten alternativ gibt es für 6 Euro weniger pro Person auch noch den ganz normalen Zug, der überall hält, darauf haben wir jetzt aber keine Lust.

Von der Stazione Termini laufen wir zu unserer Unterkunft für die nächsten 5 Tage, den Barbarini Luxury Suites. Theoretisch hätten wir auch zwei Stationen mit der Metro A fahren können bis Barbarini aber die Sonne scheint und wir sind ja eh zum Besichtigen hier. So können wir schon einen Blick von außen auf die Thermen des Diokletian werfen und die Piazza della Repubblica. In unserem B&B werden wir auch schon erwartet, N hatte unsere Ankunft für 14-15 Uhr angekündigt und natürlich sind wir pünktlich dort. Wir bekommen zum Einchecken Wasser, Kekse und Kaffee angeboten, erledigen die Formalitäten und bekommen dann eine kurze Einweisung in die elektronische Haus- und Zimmertürsicherung sowie die Technik des Zimmers. Der Besitzer ist sichtlich stolz auf sein B&B, zu Recht finden wir, es ist alles sehr schön gestylt. Alerdings gesteht er, sind z.B. die durchbrochenen Zimmerdecken, die die schönen alten Balken sehen lassen, eine Idee des Architekten. Egal, trotzdem toll. Die Dusche lässt sich in allen Farben des Regenbogens beleuchten und ich kann schon mal vorwegnehmen, N testet auch alle aus.

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Das Orange Zimmer

Wir richten uns kurz häuslich ein in unserem orangen Zimmer und machen und dann auf den Weg zu unserer ersten Besichtigungstour. Für heute hat N die Tour 3 im Centro Storico aus dem Polyglott on Tour Rom rund um die Piazza Navona rausgesucht.

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Stühle mit individuellem Sonnenschutz, sehr praktisch findet M.

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Trevi Brunnen

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Hui ganz schön voll hier. Schnell weg.

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Pantheon

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Am Pantheon ne Schlange, ne Danke, hier draußen ist es in der Sonne eh viel schöner.

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Im Tazza d'Oro am Pantheon, wo es angeblich den besten Kaffee der Stadt gibt, legen wir eine kurze Stärkungspause ein.

Wir schauen uns dennoch eine ganze Reihe Kirchen an, tatsächlich auch ein paar von innen, und schlendern über die Piazza Navona, die über einem ehemaligen Stadion errichtet wurde, was an der Form des Platzes noch sehr gut zu erkennen ist.

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Piazza Navona von Süd nach Nord.

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Sant´Agnese in Agone

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Bernini´s Vier-Ströme-Brunnen

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Wir sind auch sehr kunstinteressiert.

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...und auch noch mal die Piazza Navona von Nord nach Süd.

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Innenhof des Palazzo Altemps

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Justizpalast am Tiberufer

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Engelsburg

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Am Tiberufer sind wir dann sogar so gut wie alleine und werfen einen Blick auf Petersdom und Engelsburg. Ein Stück zurück, so etwa auf Höhe des Justizpalastes, befindet sich die Calle dell'Orso, also wie für uns gemacht. Im L'Orso 80 essen wir üppig zu abend und sind danach ziemlich froh, dass wir auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft noch ein wenig Bewegung bekommen, so voll gefuttert sind wir.

 

Karfreitag 14.4.17

Morgens um 7 Uhr klingelt der Wecker und das obwohl wir frei haben. Kaffee und Kekse im Bett lassen sich N & M dennoch nicht nehmen, soviel Zeit muss sein, allerdings gibt es für den Kaffee keine Milch. Egal. Pünktlich u 8 Uhr sind wir beim Frühstück. Die Auswahl ist reichlich. Käse, Marmelade, verschiedene Brotsorten, verschiedene selbst gebackene Kuchen, Oliven, Tomaten, Rührei oder Omelette, was man halt möchte. Müsli, Obst, Joghurt, Cornflakes, Säfte, Kaffee, Wasser, nur keine Wurst. N meint sich zu erinnern, irgendwas von vegetarisch oder kosher gelesen zu haben in einer der Kritiken im Netz. Aber es geht auch wunderbar ohne.

Gegen Halb 9 sind wir unterwegs und inverstieren 1,50 € pro Person, um mit der U-Bahn Linie A bis Ottaviano zu fahren. Ty ist Schwarzfahrer und das obwohl er doch ein Braun- und kein Schwarzbär ist. Sunny ist pink. So was gibt es gar nicht. Ok, das hört sie jetzt nicht so gern. „Klar, logisch, natürlich gibt es pinkfarbene Bären, wie dumm von mir.“ (Hüstel.)

Die Schlange an den Vatikanischen Museen ist unglaublich lang. Die 4 Euro pro Person zusätzliche Reservierungsgebühr für die Eintrittskarten per Internet sind gut investiertes Geld befinden wir. Denn insgesamt stehen wir an der Sicherheitskontrolle, beim Tausch der Voucher gegen richtige Eintrittskarten und beim Aushändigen der Audioguides in Summe vielleicht 10 Minuten an. Die Schlange dagegen braucht bestimmt Stunden.

Die gewonnene Zeit verbringen wir lieber hier drin in den angeblich 1000 Räumen. Eins vorweg, wir haben nicht gezählt. Als erstes zur berühmten Wendeltreppe, ein Photo schießen. Um diese Uhrzeit, es ist jetzt 9.30 Uhr, verlässt auch noch niemand das Museum und die Treppe ist menschenleer. Kurz Kraft sammeln auf der Außenterrasse „Cortile“ und dann geht es los.

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Von der Cortile della Pinacoteca nach den Treppen hat man einen schönen Blick auf die Kuppel des Petersdoms. Zur besseren Orientierung hier der Plan der Vatikanischen Museen.

Wir machen die lange Tour und nehmen alles mit… also virtuell, keine Bange, es steht noch alles da. An den Brennpunkten ist es recht voll aber z.B. im Etrustkischen Museum sind wir fast ganz allein. M probiert sogar die mit interaktiven Gesten gesteuerte Erforschung eines Etruskergrabes aus. Ziemlich witzig.

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Braccio nuovo

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Die antiken Stauen im Bracchio Nuovo sind recht interessant wie auch die Stanzen des Raffael und die Galerie der geographischen Karten.

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Nach 4,5 Stunden sind N & M ziemlich fußlahm und verlassen das Museum, ich glaub, sie  haben nur das Philatelie Museum ausgelassen. Die Schlange an der Kasse draußen ist jetzt um 14 Uhr immer noch elendig lang. Zwar nicht mehr so schlimm, wie heute Morgen, aber immer noch ziemlich übel. Der Petersplatz soll heute seit 12 Uhr abgesperrt sein, das haben N & M schon heute Morgen gehört, daher hätte der Tipp, die Sixtinische Kapelle durch den Gruppenausgang zu verlassen, um das neuerliche Anstehen an der Sicherheitskontrolle am Petersdom zu vermeiden, gar nicht funktioniert. Mal abgesehen davon, dass N & M ja auch noch die Audioguides am regulären Ausgang zurückgeben müssen. Wir gehen demnach außen um die Mauer herum bis zum Petersplatz, der ist wie erwartet gesperrt, allerdings ist am Aufstieg zur Kuppel einen Schlange, da hinauf darf man offenbar. N & M haben allerdings keine Lust, sich hier anzustellen, denn diese humane Boa ist endlos.

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Wir laufen zur Engelsburg. Hm, noch eine Besichtigung? Nö, keine Lust mehr. N & M laufen am Tiberufer entlang noch mal in die Via dell‘ Orso in das kleine Bistro gegenüber vom Orso 80. N & M setzen sich draußen an einen der kleinen Tische und bekommen schon bald Gesellschaft von einer deutschen Familie und eines vermeintlich französischen Paares. Im Gespräch stellt sich aber heraus, dass sie deutsch ist, denn sie fragt N & M nach den Gottesdienstzeiten. N meint, sie hätte eine Internetseite  mit einer entsprechenden Übersicht  bei der Vorbereitung der Reise gesehen.

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Engelsburg

N & M lassen es sich mit zwei frischen warmen Paninis in Begleitung von Weißwein und Wasser gut gehen. M wählt Schinken, N ein etwas ausgefalleneres Modell mit Schafskäse, getrockneten Tomaten, Walnüssen etc. Zum Nachtisch gehen wir zur angeblich besten Gelateria. Es gibt Schoko/Baileys- bzw. Schoko/Vanille-Eis, das sich N & M draußen vor dem Abgeordnetenhaus schmecken lassen. Gestern Abend durfte man hier noch nicht mal vorbeilaufen, heute können sich N & M auf einem der hier stehenden Riesenblumenkübeln in der Sonne niederlassen und sich das Eis schmecken lassen.

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Pincio an der Piazza del Popolo

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Spanische Treppe von oben

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Santissima Trinita dei Monti, französische Nationalkirche

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Spanische Treppe von unten

Unser nächstes Ziel ist das hiesige HRC, das hatte N doch tatsächlich bei der Planung total vergessen auf die Liste zu setzen. Unglaublich. N & M decken sich mit den obligatorischen Shirts ein und setzen sich dann noch auf einen Drink an die Bar.

M nimmt Bier und N den Air Mexico Tequila Flight mit drei kleinen verschiedenen Margaritas in Begleitung von Nachos mit Salsa. M ist mittlerweile auf den Weißwein-Geschmack gekommen und möchte noch ein Glas trinken, allerdings nicht hier drinnen. Daher gehen N & M zur nahegelegenen Piazza Barbarini und lassen sich dort draußen an einem der Tische nieder. Der Kellner ist allerdings sehr herablassend und auch das Getränkemenu sagt N & M nicht so recht zu. Also stehen N & M auf und gehen wieder. „Für die Preise können wir auch 2 Flaschen Sekt aus der Minibar trinken und das ist sogar noch günstiger.“ Gesagt, getan. N & M machen es sich nach einer ausgiebigen Dusche und mit eingecremten Füßen in Begleitung von Keksen, Sekt und Golden Eye auf dem Bett gemütlich.

 

Karsamstag 15.4.17

Heute nicht ganz so früh. . Der Wecker klingelt 15 Minuten später als gestern, allerdings schaffen es N & M eine halbe Stunde später beim Frühstück zu sitzen. Wo die anderen 15 Minuten wohl hin sind? N & M wollen mit der U-Bahn nochmal zum Petersdom, vielleicht ist ja heute zumindest eine Besichtigung von innen möglich? Weit gefehlt. Die Schlange ist endlos. Ne Leute, nicht mit uns. Ach ja U-Bahn. Die Automaten geben maximal 6 € Wechselgeld zurück, daher können wir die Tickets zu 1,50 € nicht mit einem Zehner bezahlen. Um uns herum jede Menge Leute mit dem gleichen Problem. Wir verlassen die Station, denn das U-Bahn Personal hier will nicht wechseln und die Geschäftsleute hier auch nicht.

Ein Paar, das wir schon unten in der Bahn getroffen haben, kommt uns entgegen und die beiden geben uns den Tipp es im Tabakladen ein paar Schritte weiter zu versuchen, denn dort gebe es auch Tickets. Super, das klappt. N meint, da hätte sie eigentlich auch selber drauf kommen können, denn schließlich hatte sie es bei der Vorbereitung gelesen… aber offenbar auch wieder vergessen.

Wir fahren also wie gestern wieder bis Ottaviano und wie gesagt, hier stellen wir uns auf jeden Fall nicht an.

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Alternativ gehen wir zum Aussichtspunkt am Monumento a Garibaldi. Wir genießen den Ausblick und dann geht es wieder den Hügel hinunter an der Fonte Acqua Paola vorbei nach Trastevere.

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Blick auf Rom von der Piazzale Garibaldi auf dem Gianicolo. Hier oben steht auch das Reiterstandbild Monumento a Garibaldi.

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Fonte Acqua Paola

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An der Piazza di San Cosimato machen wir Rast auf einen Wein, ein Wasser und einen Biostopp, der war nämlich mittlerweile schon recht dringend.

Da die Marktstände hier schon abgebaut werden, gehen wir weiter auf unserer Tour durch Trastevere aus unserem Reiseführer dem Polyglott on Tour.

An der Piazza Santa Maria legen wir noch einen Stopp mit Pizza auf der Hand ein, die N & M auf den Stufen des Brunnes in der Sonne sitzend genießen. Das nächste Ziel ist der Bocca della verita. Über die Tiberinsel und dann nach rechts zur Santa Maria in Cosmedin, der Kirche, in deren Eingangsbereich sich der Mund der Wahrheit befindet. Auch hier eine lange Schlange. Anstehen wollen wir nicht, aber ich soll ja laut N & M da unbedingt meine Pfote reinstecken.

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Wir testen es der Einfachheit halber mit der kleinen Ausgabe des Mundes im Souvenirshop und glücklicherweise hab ich danach noch beide Pfoten. M erwirbt einen der mobilen Lügendetektoren für daheim. Na ja, zumindest hat unsere Miniversion nicht wie des Original als Gullideckel der Cloaka maxima gedient.

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Nach einem Blick ins Innere der Kirche schlendern wir weiter an zwei römischen Tempeln vorbei, die leider nur jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat nach Voranmeldung zu besichtigen sind.

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Teatro Marcello

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Daher beschränken wir uns auf einen Blick von außen und es geht weiter zum Teatro Marcello, dann vorbei an den Resten des Portico d‘ Ottavia geht es durch das jüdische Viertel zur Area Sacra Argentina, wo viele streunende Katzen ein halbwegs sicheres Heim gefunden haben. Der Pipigeruch hier kommt aber ganz sicher nur zu einem geringen Teil von den Vierbeinern. Bäh. Öffentliche Toiletten sind hier offenbar Mangelware. Allerdings soll hier auch die Stelle sein, an der Cäsar ermordet wurde.

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Area Sacra Argentina auf dem Marsfeld

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Vorbei am Palazzo Spada und dem Palazzo Farnese in dem die französische Botschaft ihren Sitz hat, laufen wir zum Campo de‘ Fiori. Hier wird an den Marktständen gerade schon alles zusammengepackt und so werfen N & M nur einen kurzen Blick auf das Restaurant Da Pancrazio, was angeblich dort steht, wo Cäsar am 15.3. seine Mörder traf. Tja, wer hat nun Recht? Wir werden es nicht klären können und so drehen wir um wieder zur der Piazza Farnese. Auf dieser Piazza stehen übrigens zwei aus der Caracalla Therme stammende riesige steinerne Wannen, die heute Teil einer Brunnenanlage sind.

Es geht auf die Via Giulia nach rechts und ein Stück die Straße runter steht das neue Gefängnis an der Stelle des unvollendeten Tribunalpalastes; jetzt aktuell ist hier im Gebäude die Antimafiakommission beheimatet. An der Kirche San Giovanni dei Fiorentino biegen wir nach Osten ab in Richtung Via del Coronari. Kurzer Zwischenstopp hier bei Wein und Bruschetta und dann machen sich N & M vorbei an der Piazza Navona und dem Pantheon auf den Rückweg. Unterwegs decken sich N & M noch im Supermarkt mit Getränken ein. Da N & M meinen, wir seien heute genug gelaufen, wollen sie zum Abendessen auf keinen Fall noch groß irgendwo hin. Daher geht es in die Pescaria Barberini schräg links gegenüber von unserem Domizil.

Hier ist es ganz niedlich und offensichtlich frisch renoviert, es gibt frische Meeresfrüchte und Fisch, der im Eingangsbereich auf Eis ausliegt. M wählt von dort große Garnelen zum Braten und N einen gemischten Teller mit Fisch, Tintenfisch, Garnelen, kleinen Calamari etc. Vermutlich kann man die Gräten der kleinen Fische auf Ns Teller mitessen aber sie praktiziert lieber an jedem Minifisch ausgiebige Wirbelsäulenchirurgie.

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Ein sehr großes Überraschungsei erwartet uns.

Auf unserem Zimmer erwartet uns die gestern von der Inhaberin angekündigte Überraschung, ein Riesen-Schoko-Osterei farblich passend zum Zimmer. Ziemlich müde fallen wir ins Bett, M muss aber unbedingt noch 2h lang die Bundesliga Berichterstattung hören. Gut, dass wir vorhin genug Bier besorgt haben.

 

Ostersonntag 16.4.17

Beim Frühstück ist heute Morgen etwas beengt, denn es sind schon zwei weitere Paare hier im Frühstücksraum. Theoretisch ist hier ja Platz für 8 Personen aber wie das passen soll ist N schleierhaft, denn schon zu Sechst müssen wir schon ganz schön tricksen, damit alle halbwegs sitzen können. Hoffentlich ist der Herr in der Küche nicht so schnell mit Ns Rührei, denn wohin dann bloß mit dem Teller? Es geht wieder in die U-Bahn aber heute sind N & M auf die Kleingeldproblematik vorbereitet. Als erstes zur Stazione Termini und dann in die Linie B bis zum Circus Maximus. Der Internettipp, den N gefunden hat, besagt, dass wir den Palatin-Eingang zum Ausgrabungsgelände nehmen sollen, um die lange Schlange am Haupteingang zu umgehen. Und tatsächlich ist jetzt hier um 10 Uhr die Ticketschlange sehr kurz.

Hier steht ein gepanzertes Fahrzeug, wie an so vielen Stellen in der Stadt.

N: „Das soll reichen? Vor ein paar Tagen hab ich noch gelesen, dass ein LKW locker Betonsperren durchbrechen kann.“

M: „Betonsperren schießen aber im Allgemeinen selten zurück.“

Mit unseren „print at home tickets“ müssen N & M gar nicht anstehen, sondern sie dürfen direkt zur Kontrolle. N & M erschlendern sich in etwa 2 h den ganzen Palatinhügel mit seinen antiken Überresten. Pünktlich zum Beginn der Ostermesse fängt es an zu regnen. Hier oben tröpfelt es nur etwas aber Richtung Petersdom scheint es richtig nass zu sein. Nur gut, dass wir dem Herrn aus dem Weg gegangen sind.

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Von hier oben können wir uns einen prima Überblick über das ganze Forum mit all den Tempeln und Gebäuden verschaffen, bevor wir hinuntersteigen und die nächsten 2,5 h verbringen wir hier unten. N & M schauen sich jeden Stein an und lesen jede Infotafel, denn dummerweise haben sie sich keine Audioguides besorgt aber mit den Schildern und Ns Reiseführer bekommen wir auch so einen guten Eindruck.

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M ist gerade nicht so interessiert wie ich.

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Wenn ich es richtig deute, dann soll das Ding der Nabel der Welt sein. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt...

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Obwohl das Colosseum direkt hier nebenan steht, müssen wir das Forumsgelände erst einmal verlassen und durch die separaten Eingänge wieder ins Colosseum rein. Hm, ne lange Schlange. Angeblich müssten wir hier jetzt wieder 40 Minuten anstehen, wenn wir keine geführte Tour buchen, lässt man uns wissen. Pah! Mit unseren vorgebuchten print@home Tickets dürfen wir wieder in die ganz kurze Schlange und direkt zur Kontrolle. Dort schickt man uns in den Roma-Pass Durchgang und ratz fatz sind wir drin. Für den Audioguide stehen wir danach tatsächlich deutlich länger an. Das liegt allerdings nicht an der Schlange, denn die besteht nur aus 2 Männekes vor uns, sondern weil der Herr, der gerade dran ist, offenbar mehr als begriffsstutzig ist. Bis der endlich begriffen hat, wie er zahlen soll, wie der Audioguide funktioniert und wo er jetzt als nächstes hingehen soll, booooah, da wird sogar M unentspannt. Fasst so wie der Typ in Chicago, der sich bei Alamo seine ganze Reise hat zusammenstellen lassen inklusive Sehenswürdigkeiten und Fahrtstrecken.

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Die Audiotour dauert etwa eine Stunde und N & M sind danach etwas durstig und hungrig. In der nahegelegenen Hosteria al Gladiatore stärken wir uns beim Mittagsmenu mit Wein und Pizza, bevor wir weiter gehen vorbei am Forum des Augustus Richtung Trevi Brunnen.

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Der gute Mann ist überall in der Stadt ausgeschildert.

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Monumento a Vittorio Emmanuele II

In der Via della Panettaria bei San Crispino isst N ihren zweiten Nachtisch, denn vorhing gab es schon Schokopudding nach der Pizza. In einem der zahlreichen kleinen Restaurant hier trinken N & M noch ein Glas Pinot Grigio und vervollständigen dann unsere Bar in einem Minimarkt auf dem Weg zu unserer Unterkunft. Hier angekommen können wir endlich die Füße hochlegen.

 

Ostermontag 17.4.17

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Caracalla Thermen

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Blick auf den Palatin vom Circus Maximus.

Es ist warm und N kommt beim Erklettern des Aventinhügels ganz schön ins Schwitzen, aber die Aussicht vom Klostergarten der Santa Sabina lohnt sich. Am Tor des Malterserordens eine lange Schlange mit Leuten, die einen Blick durch das Schlüsselloch des Ordine de Malta, das sogenannte Buco di Roma, werfen wollen.

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Wenn es dahinten nicht so hell wäre, könnte man hier geradeaus durch das Buco di Roma die Kuppel des Peterdoms sehen.

Wir gehen den Hügel auf der Südseite wieder runter zum Cimitero Acattolico, dem Friedhof für Nichtkatholiken und Ausländer, die sich um die Stadt Rom verdient gemacht haben.

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Die Via del Foro Romano hat Ihren Namen zu Recht. Von hier hat man einen schönen Blick über die ganze Fläche.

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Hier geht es zur Piazza del Campidoglio, dem Kapitolsplatz.

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Santa Maria in Aracoeli