Do. 16.06.11 Rock Springs to Grand Junction

Waffelbackautomaten kennen N & M ja mittlerweile und können auch schon gut damit umgehen, aber hier gibt es einen Pancake Automaten, das ist neu! ...und so einfach, nur aufs Knöpfchen drücken und nach ca 1 Minute landen 2 Pancakes auf dem Teller. M versucht sich direkt daran und befindet: gut.

Unser erstes Ziel ist die Flaming Gorge National Recreational Area, allerdings haben wir 20 Minuten Mühe unser Fräulein Rottenmeier von der Richtigkeit dieses Vorhabens zu überzeugen, sie will endlos lange wenden, wir schließen schon Wetten ab wie lange Sie noch darauf beharrt und fast hätte Sunny gewonnen, N hat mit ein paar Sekunden besser getippt. Eher zufällig biegen wir kurzentschlossen im Ashley National Forest in den Roundtrip der Sheep Creek Geological Area ab und auch ich muss sagen, das war eine gute Idee. Hier gibt es sehr interessante Steinformationen. Ein Teil sieht so aus, als hätte sich der Fels hier soweit aufgewölbt, dass die ehemals horizontalen Schichten nun senkrecht stehen. Dieser Bereich heißt treffenderweise The Palisades, was unsere Vermutungen unterstützt. Leider gibt es hier auch einen Gedenkstein für eine 7 köpfige Familie, die in den 60ern beim Campen hier Opfer einer Flash flood wurden, wieder ein Hinweis für uns, dass man das Leben genießen soll, kann alles so schnell vorbei sein.

In Dinosaur halten wir am Colorado Welcome Center, holen die "free cap" ab, die N im Netz vorbestellt hatte und nutzen die Gelegenheit für unseren Mittagsimbiss. Leider zieht gerade ein Gewitter auf, das sich natürlich genau über dem Dinosaur National Monument abregnet, wie unschön, da wollen wir doch jetzt hin. Allerdings entdecken wir im Visitorcenter direkt neben der Stempelstation einen Kühlschrankmagneten "Dinosaur crossing", der muss natürlich mit. Wir trauen uns trotz dunklem Himmel auf den Harpers Corner Scenic Drive und entschließen uns den 2 mile Hike zur Spitze des Felsen zu machen, als es dann wieder anfängt zu tropfen wenden wir und schaffen es gerade noch ins Auto zu hechten, als es richtig loslegt. "Mal wieder perfektes Timing", meint M.

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Jetzt wollen wir nur noch ins Hotel und was Essen in Grand Junction, den Echo Park Drive haben wir uns eh schon abgeschminkt, Road impassable when wet, hat uns abgehalten und der crack in der Scheibe, denn bevor es ins Hotel geht, müssen wir vorher mal wieder einen Stopp bei Hertz einlegen, da uns kurz vor Vernal ein Stein, den ein überholendes Fahrzeug hochgeschleudert hat, eine Macke in die Windschutzscheibe geschlagen hat. Leider gibt es kein Austauschfahrzeug, wir könnten es morgen früh nochmals versuchen, oder einfach mit dem Wagen weiterfahren, meint der Herr und gibt uns einen Meldebogen für den Schaden, den wir ausfüllen sollen. Da wir LDW haben, sollten ja keine Kosten auf uns zukommen.

Glücklicherweise ist direkt gegenüber vom Hotel ein Applebee's, so können wir zum Essen laufen und alle unser Sam Adams genießen.

Best Western Sandman, Room # 125, 340 miles, 24 °C

 

Fr. 17.06.11 Grand Junction to Gunnison

Offenbar liegt unser Zimmer auf der Kontinentalscheide der Teil rechts und links vom Bett neigen sich in unterschiedliche Richtungen, das ist vielleicht geologisch diskutabel, wir sind uns aber sicher, dass es so ist. Nachdem wir darüber geschlafen haben, haben wir uns entschlossen doch noch mal zu Hertz zu fahren und wegen des Wagens zu fragen. Und tatsächlich, es ist zwar ein anderer Herr als gestern, er ist aber dennoch über die cracked windshield informiert und bietet uns einen anderen Wagen an. Fragt aber, ob wir den wollen, denn der sei größer. Größer als unser Traverse? Micha kommt vom Auftanken des Traverse zurück und fragt, ob es einer der Suburbans sei, nein ein Yukon, das sei der Gleiche nur von GMC und nicht Chevrolet. "Der ist groß", meint M, "daher die Frage, ob wir den wollen", meint der Herr. Wir sagen ja und lassen unseren zuverlässigen Begleiter der letzten 2 Wochen nur ungern hier zurück. "Er hat es jetzt gut", meint M, "er kommt doch jetzt ins Auto Memorial Hospital und wird gut versorgt". N hängt die Jacken im Wagen auf und fragt M, ob die im Weg seien, "Welche Jacken?" fragt M. Der Wagen ist wirklich verdammt groß. N braucht auch zum Einsteigen immer die Trittbretter... und nicht nur das, M entdeckt, dass wir sogar eine Rückfahrkamera haben.

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Jetzt haben wir alles umgeräumt und können mit unserem Tagesprogramm starten, als erstes Colorado National Monument. Wir fahren zwar in die "falsche" Richtung, von Ost nach West, aber die Rangerin ist so lieb und gibt uns das Infoblatt für die Self Guided Tour, auf der sie alle Highlights markiert hat, echt nett. Sogar die Sonne lässt sich ab und zu blicken.

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An einem der Outlooks kommt N etwas entgegengeflogen, was sich mindestens genauso vor ihr erschreckt wie sie vor ihm und sofort abdreht. "Was war denn das?" will sie wissen. N & M einigen sich auf eine Zigarre mit Flügeln... wir haben keinen blassen Schimmer.

Weiter geht es zum Black Canyon of the Gunnison, wir besuchen das Visitorcenter und die ersten beiden Viewpoints als es wieder anfängt zu regnen, deshalb fahren wir jetzt erstmal zum Ende des Drives und dort angekommen, ist es auch wieder trocken. So können wir den Trail hier trocken hin und zurück kommen.

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Den Weg nach Gunnison verkürzen wir uns mit einem unterhaltsamen Hörbuch "Ach, wär ich nur zu Hause geblieben" und lernen, dass man "Özelöts" nicht im Sommer trägt. In Gunnison erfahren wir, dass unser gebuchtes Zimmer mit dem Kingbed nicht verfügbar sei, wir könnten ein Queen haben, wollen wir aber nicht. N fragt, wo denn eventuell noch ein King zu bekommen sei. "At the Holiday Inn, want me to call?" "Sure". Es ist was frei, also verlagern wir uns vom Super 8 zum Holiday Inn. Hier hat diesmal sogar M Probleme, das Wasser vom Hahn der Badewanne zur Dusche zu bewegen und dabei hing sogar ne Anleitung im Bad! Man muss am Wasseraustritt der Badewanne einen Metallring nach unten ziehen. Also das hatten wir in all den Urlauben noch gar nicht, so langsam überlegt N, ob sie nicht eine Bildersammlung der Duscharmaturen anlegt...

Holiday Inn Express, Room # 339, 199 miles, 25 °C

 

Sa. 18.06.11 Gunnison to Alamosa

Die Betten im Holiday Inn sind echt bequem und am Besten ist, dass es zwei beschriftete Kissen gibt: soft und firm. N hat natürlich soft! Aber das Allerbeste an unserem Samstag ist: wir haben strahlend blauen Himmel. Also schnell los, aber erst noch ein paar Pancakes, hier gibt es wieder einen Automaten und fix die Ziplock Beutel mit Eis für die Kühlbox gefüllt.

Wir fahren heuten den Silver Thread Scenic Byway und als erstes schauen wir uns Lake City an, hier gibt es ganz niedliche alte Läden zu sehen. Die North Clear Creek Falls sind angeblich die am meisten photographierten Wasserfälle in Colorado, vermutlich reichen dafür schon die Bilder, die N gemacht hat aus.

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Ein Stück weiter treffen wir einen "alten" Bekannten wieder, den Rio Grande, der uns 2009 in Texas ein Stück begleitet hat, entspringt nämlich hier in der Nähe. Wer hätte gedacht, dass wir ihn so bald wieder sehen. Creede hat auch ganz niedliche Häuser und liegt dramatisch direkt unterhalb von hohen Felsen, als M erfährt, dass der Mörder von Jesse James hier umkam und Calamity Jane hier gelebt hat, wird es schlagartig auch für ihn interessant. Ob die Eisenbahnlinie auch aus dieser Zeit stamme will er jetzt wissen... keine Ahnung, vielleicht.

Heute sind wir sehr früh, schon gegen halb Drei, an unserem Tagesziel Alamosa, kurzfristig überlegen N & M in das Schwimmbad des Ortes zu gehen, immerhin sind 26 °C, aber da ein ordentlicher Wind weht, entscheiden Sie sich dagegen und erledigen stattdessen die Einkäufe (die Kühlbox will gefüttert werden) und gehen in die San Luis Valley Brewing Company für einen late, late lunch, der gleichzeitig ein early dinner ist.

M verbringt den restlichen Abend mit Fußball schauen, Mexico gegen Guatemala auf einem spanischen Sender, oh je. Zwischendurch kommen wir 3 anderen aber tatsächlich noch in den Genuss einiger Minuten Casino Royale.

Days Inn, Room # 112, 184 miles, 28 °C

 

So. 19.06.11 Alamosa to Pueblo

Nie wieder Days Inn! Zumindest nicht dieses! Unsere Mitbewohner über uns scheinen sowohl unter Waschzwang zu leiden und zusätzlich über ein unentspanntes Kleinkind zu verfügen. Wir konnten stundenlang nicht einschlafen, weil ständig Wasser in die Badewanne aufgefüllt oder abgelassen wurde, dummerweise war es in Folge gar nicht vorhandener Schallisolierung so laut als würden Sie a) bei uns baden, b) das Kind bei uns quengeln und c) die normale Unterhaltung neben unserem Bett stattfindet. Vom knarrenden Boden mal ganz abgesehen. Grausam!

Da wir hier ja in der Nähe der Great Sand Dunes sind, ist das heute auch unser erster Stopp, der Parkranger am Kassenhäuschen meint, wir sollten lieber erst auf die Düne und dann ins Visitorcenter, da der jetzt schon nette Wind noch zunehmen würde. Na, wenn der Ranger das sagt, dann machen wir dies doch auch brav. N & M schaffen es etwa bis zur Mitte der Düne, dann gibt N auf, weil es doch ziemlich anstrengend ist den Sand hochzustapfen außerdem hat der Wind mittlerweile so zugenommen, dass das Sandstrahlgebläse N & M bereits bis zum Hals reicht. Sunny und ich haben uns schon längst in den Rucksack verkrochen.

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Auf dem Parkplatz müssen die beiden dann die Schuhe wechseln, denn in den Turnschuhen hat sich eine Menge Sand angesammelt und im restroom des Visitorcenters steht einmal Ausziehen auf dem Plan, um den Sand aus allen Winkeln auszuschütteln. N hatte im Internet eine Hot Spring nördlich von Alamosa aufgetan, allerdings stand dort, dass es im Sommer speziell an den Wochenenden oft ausgebucht sei, denn die Anlage ist auch mit Mietcabins ausgestattet und die Zahl der Besucher pro Tag limitiert. M ist dafür, dass wir es dennoch versuchen, als wir von der 17 nach Osten abbiegen, glaubt er jedoch, dass wir falsch sind denn es steht hier kein Hinweisschild, bis auf ein kleines Schild ein Stück den Schotterweg hinein: "Orient Land Trust"... das ist richtig meint N. Und wir haben Glück, es sind noch Tageskarten zu haben, also verbringen wir 2 wunderbare Stunden hier und N & M "soaken" anderthalb Stunden im obersten Pool, der so 35°C hat schätzt N. Sunny und ich sitzen draußen unter dem Baum und schauen zu. Wasser ist nicht so gut für unser Fell. N & M sind hier übrigens in Badeschlappen hochgekraxelt... wer hat sich über die Menschen mokiert, die in Flipflops wandern???

Zuerst sind wir allein, dann gesellt sich ein älteres Ehepaar aus Indianapolis zu uns und N & M unterhalten sich ganz angeregt mit den beiden, der Herr erklärt auch warum dies eine FKK Anlage ist, doch eher ungewöhnlich für die USA oder zumindest unsere Vorstellungen davon, dies sei ein Überbleibsel der Hippiebewegung der 70er. Nach einer Weile kommen noch 2 Herren aus New Mexico und Florida und ein weiteres Paar aus Colorado. Dummerweise ziehen gegen 16 Uhr dunkle Wolken auf und wir müssen ja auch noch 2 Stunden fahren bis zu unserem heutigen Übernachtungsort, deshalb machen sich N & M schweren Herzens auf und verlassen die Anlage. Der Himmel sieht nun gar nicht nach warm aus, aber es sind immer noch 32 °C als wir in Pueblo ankommen. In Laufweite zu unserem Hotel liegt ein Texas Roadhouse, das N & M schon in 2009 in Texas schätzen gelernt haben, diese göttliche Zimtbutter zu den süßen Hefebrötchen.... N & M genießen Bier, zarte Steaks mit Beilagen, Salat für N, Chili für M und die besagten Brötchen für sage und schreibe umgerechnet 28 € mit Trinkgeld, einfach unglaublich.

Ziemlich vollgefuttert sind sie dann zurück und gehen erstmal duschen, um den restlichen Sand der Dünen auch aus den Haaren zu entfernen. Was soll ich sagen, es gab mal wieder eine neue Version der Armatur.

Wingate by Wyndham, Room # 311, 284 miles, 32 °C

 

Mo. 20.06.11 Pueblo to Colorado Springs

Heute Nacht hat es gewittert, aber so richtig. Na ja falsch geht ja auch nicht, auf jeden Fall schüttet es aus Kübeln, als wir aufwachen und die Vorhersage für den Tag sieht auch nicht viel besser aus. Alles andere als gute Voraussetzungen für unser Programm. Royal Gorge im Regen, nö, Phantom Canyon Road nach Victor, der verlassenen Goldgräberstadt im Regen, nö, Garden of the Gods im Regen, nö. Also ändert N unser Programm auf Outlet heute. Das ist das erste Mal in alle den Urlauben, dass wir tatsächlich ein Tagesprogramm komplett umwerfen müssen, aber schließlich ist die Einkaufsliste lang und die Gelegenheit günstig. Dafür erleben wir auf dem kurzen Autobahnstück bis Castle Rock Interessantes, Spurschwanker, natürlich am Telefon und ein sehr langes Gefährt. Wohnmobile, die ein Auto hinter sich herziehen, sind ja schon normal für uns, die 3er Variante Pick up Truck, mit Wohnwagen und daran noch ein Jeep ist auch für uns neu. Ich bin mir nicht ganz sicher, vermute aber mal, dass M & N heute ihren persönlichen Rekord aufstellen mit 9 Stunden Outlet Shoppen. Da auch dies anstrengend ist, sind wir alle auch rechtschaffen erschlagen und lassen uns zum Tagesabschluss beim Outback neben dem Hotel verpflegen. N & M packen noch die Tagesbeute in die Koffer und fallen dann ins super bequeme Hamptonbett.

Hampton Inn, Room # 402, 131 miles, 12 °C

 

Di. 21.06.11 Colorado Springs to Estes Park

Was für ein Unterschied strahlend blauer Himmel und Sonne zur Begrüßung. N & M nehmen das erste Frühstück wie immer im Bett ein: heute Schokokuchen statt Schokokeksen und Kaffee. Allerdings ist der Kuchen doch ziemlich mächtig, daher fällt das Frühstück in der Lobby heute kleiner aus. Über Granby geht es zum südlichen Eingang des Rocky Mountain National Parks. Unser Mittagsimbiss findet vor Bergkulisse statt.

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Bei der Führung durch die Holzwarth Historic Site werden wir darauf hingewiesen, dass dies besonders interessant für uns sei, da die Eigentümer ja aus Deutschland stammten... ja, aber aus dem Schwarzwald! Das ist für uns ja schon fast wie Ausland. Wir durften dann noch die englischen Übersetzungen an den Ausstellungsstücken mit deutscher Beschriftung prüfen; sie wurden von uns als OK bestätigt.

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Wir haben weiße Wolken auf blauem Grund, auf den Höhen der Paßstrasse massig Schnee und N, die Kopfweh vom schnellen Hoch und Runter auf 3700 m Höhe bekommt.

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Stempeltechnisch gibt es heute 2 Unfälle im Grand Lake Visitorcenter stempelt N so unglücklich dass die Jahreszahl nur zur Hälfte drauf ist und im Alpine Visitorcenter steht der Stempel kopf, nur der von Beaver Meadows ist so wie er sein sollte. Beaver haben wir aber immer noch nicht gesehen, dafür waren wir jetzt nun nicht nur am Ursprung des Rio Grande sondern auch an dem des Colorado. "Als ich am Grand Canyon stand, hab ich mir gedacht, ob ich den noch ein 2. Mal im Leben sehen werde", meint M. "Hast du nicht", antwortet N, "Stimmt", sagt M.

Heute übernachten wir in Estes Park, wo das sehenswerte Stanley Hotel steht, angeblich hatte hier Stephen King seine Idee zu "The Shining". Gedreht wurde dann aber in Oregon und in London, lesen wir bei unserm kurzen Abstecher in die Hotelhalle.

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Unser Hotel liegt direkt am Fluss und am Ufer gibt es bequeme Stühle, Schaukeln, Gasgrills, Feuerstellen... das lassen sich N & M nicht 2x sagen, flugs sitzen sie mit 2 Sam Adams in den letzten Strahlen der Sonne am Wasser und beobachten einen Kolibri, während die Hot Dogs auf dem Grill brutzeln. Perfekt!

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Silver Moon Inn, Room 111, 222 miles, 19 °C

 

Mi. 22.06.11 Estes Park to Denver

Da wir ja schon Dienstag im Outletcenter waren, brauchen wir heute nicht hinzufahren, also haben wir Zeit für den Ostteil des Rocky Mountain National Parks. Nach einem O-Saft an der Rezeption und einer kurzen Überprüfung des Bundesliga Spielplans der nächsten Saison fahren wir zum Bear Lake.

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Als wir die Strecke wieder zurückfahren kommt uns ein Auto nach dem anderen entgegen. Also offenbar ist der Ostteil des Parks deutlich beliebter als der Westteil, denn obwohl gestern freier Parkeintritt (toll so eine Jahreskarte...) war, war es dort viel leerer. Im Wald liegen hier überall sauber aufgeschichtet Berge aus Kleinholz oder wie nennt man das tote Holz, was im Wald herumliegt? Auf jeden Fall wundert sich N, wie das da hinkommt. "Heinzelbieber", ist sich M sicher. Wir fahren wieder zurück nach Estes Park und biegen auf die auf die Marys Lake Road Richtung Allenspark ab, plötzlich ruft M "Bär". "Guter Witz", denkt N, bis sie ganz baff auf den Schwarzbär schaut, der gemütlich von rechts nach links direkt vor uns über die Straße geht. Wir haben ja mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass wir a) noch einen Bären (# 7) sehen und b) ausgerechnet mitten in einer Siedlung. Das ist bestimmt ein Problembär, denn jetzt macht er sich zielstrebig auf, die Mülltonne zu untersuchen und so wie die aussieht, war der heute nicht das erste Mal hier.

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Da wir kein echtes Frühstück hatten legen wir einen Stopp im Meadow Mountain Cafe in Allenspark ein, dessen Frühstück auf tripadvisor hoch gelobt wurde. Uns kommen die Pancakes, das Omelette und der Toast frisch selber gemacht vor und zudem können wir das Ganze in der Sonne auf der Terrasse genießen, einfach herrlich. Wir haben beschlossen unser Programm von Morgen auf heute vorzuziehen, daher ist Golden jetzt unser heutiges Ziel. Wir nehmen den Peak to Peak Scenic Byway nach Süden und wirklich, alle naslang kann man die Berggipfel sehen.

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Wir besichtigen Buffalo Bill's Grab und das kleine Museum auf dem Lookout Mountain, von hier oben kann man auch die Coors Brauerei sehen. Unser nächster Stopp, wir nehmen noch an einer der letzten kostenlosen Audiotouren teil. Wir testen 5 Biersorten, dennoch schmeckt uns keines so richtig.

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Wir müssen unbedingt doch noch in die Neu England Staaten, vielleicht gibt es in Boston bei Sam Adams ja auch Touren. Noch schnell einen Stopp im Liquor Store, damit wir genug Vorrat für heute abend beim Packen haben, aber warum führt uns das elektronische Fräulein Rottenmeier jetzt durch Industriegebiete und Wohnsiedlungen? Irgendwann geht N ein Licht auf, oh Mann, die steht noch auf kürzeste und nicht schnellste Route. N hatte heute Mittag damit rumgespielt.

Im Hotel schaffen N und M das Ganze Geraffel ins Zimmer und diesmal haben wir die im Internet beschriebene 2 Zimmer Suite und auch den Kühlschrank. N schaut noch mal im Netz nach und tatsächlich sind die Zimmerbeschreibungen jetzt korrigiert... Und das Hotel hat doch Zimmer mit Kühlschrank und nicht nur einer Mikrowelle, wie die Dame an der Rezeption am Beginn der Reise behauptet hatte. Gegessen wird heute wieder im Ruby Tuesday gegenüber, bevor das Packen angesagt ist. N verschenkt die Kühlbox an den Herrn an der Rezeption, da wir die nicht mit zurücknehmen können. Leider ein deutliches Zeichen, dass der Urlaub zu Ende geht... N könnte noch eine Woche dranhängen...

Baymont Inn & Suites, Room # 301, 140 miles, 28 °C

 

Do, 23.6.11 Denver to Düsseldorf

Auch heute sind N & M wieder um 6 Uhr wach, warum sollte es auch am letzten Tag anders sein? Wo wir schon bei Letzten sind, jetzt werden auch die letzten Schokokekse vernichtet. Da heute schönes Wetter angesagt ist, werden wir gleich in den Zoo fahren, vorher druckt N noch flink die Boarding Pässe aus, ein schnelles Frühstück und off we go. Puh, jetzt kurz nach 9 sind schon um die 20 °C, daher parken wir in der Tiefgarage des Zoos, damit wir heute nachmittag nicht in eine Sauna einsteigen. Schon als wir uns auf den Eingang zubewegen sind wir sprachlos, offenbar ist jedes in Denver ansässige Kind heute hier. Wir lassen uns nicht entmutigen und schauen alle Tiere an, sogar die Wildlife Encounter Show besuchen wir, obwohl hier speziell die Kleinkinderdichte empfunden sehr viel höher ist. Aber was tun N & M nicht alles für nen Pairie Dog aus der Nähe. Als hätten sie noch nie einen gesehen, dabei saßen sogar an der Autobahnabfahrt vorhin welche...

Nach 4 Stunden haben wir alles "abgearbeitet", was man bei 33 °C wirklich so bezeichnen kann. Da wir noch was auf der 16th Street in Downtown besorgen müssen und M's Hard Rock Cafe Karte mittlerweile ansehnliches Guthaben aufweist, kombinieren wir die beiden Dinge. Diesmal fahren wir sogar direkt auf den Parkplatz hinter dem Capitol, ohne einen Ausflug in die Einbahnstrasse. M erledigt schnell den letzten Einkauf und dann gibt es einen late lunch im HRC. Bis N & M wieder was im Flieger bekommen ist es ja noch ewig hin. Am Flughafen ist erstmal Bekleidungswechsel angesagt, da N & M schlecht mit kurzen Hosen in den Tiefkühlflieger können, obwohl die in letzter Zeit nicht mehr sooo eisig sind wie früher. N muß sowieso die Hose wechseln, da sie im HRC vorhin offenbar auf einem Kaugummi gesessen hat, bah pfui, welches Ferkel klebt denn sowas auf die Sitzbank?

Am Flughafen dürfen wir uns bei British Airways in der kürzeren Schlange anstellen, da N uns ja online eingecheckt hat und heute morgen noch die Boardingpässe ausgedruckt hat. Dabei hat sie ein ältere Dame kennengelernt, die zufällig aus Ft Myers kommt, na wenn das kein Zeichen ist. Begleitet uns auch im Herbst wieder auf der nächsten Tour, wenn es heißt: Florida 2011 oder "Sun, Fun & Fur". Wir sitzen so an der Bar des Colorado Trail im Abflugbereich, als ein Herr neben uns Platz nimmt, einen Tequila und ein Bier ordert und auch bekommt, beides auf EX trinkt und geht. Das Ganze dauert ca 2 min und dann schauen wir und der Herrn auf der anderen Seite des Schnelltrinkers uns nur verdutzt an. Vielleicht Flugangst?

40 miles, 33 °C

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