Do. 02.06.11 - Ein sehr langer Donnerstag

Geistig bin ich noch nicht im Urlaub als wir heute morgen zum Flughafen fahren... mal sehen ab wann das anfängt? Ich tippe auf Einsteigen in den Mietwagen.

So ab hier übernimmt wieder der schriftstellernde Bär...

Wir fahren auf den reservierten Langzeitparkplatz in Düsseldorf und finden keinen Parkplatz, hm, liegt das an den erstaunlichen Parkkünsten einiger Mitmenschen, die immer 2 Plätze belegen? Glücklicherweise werden wir aber noch fündig und sogar der Shuttlebus Fahrer ist nett und wartet auf uns. Check In alles ohne Komplikationen, Gepäck bis Denver durchgecheckt, hoffentlich geht das am kofferfressenden Terminal 5 in Heathrow nicht verloren? Wir sitzen am Gate als plötzlich die Durchsage kommt, "ihr Flug ist zum Einsteigen bereit", huch, ist das nicht ne Stunde zu früh? N ist verwirrt... hat aber nur die Urlaubsuhr falsch gestellt. Ja es gibt Leute, die fahren immer mit der gleichen Armbanduhr in den Urlaub. Aberglaube? Nö, die Uhr ist einfach schon durch Off Spray in Mitleidenschaft gezogen, aggressives Gebräu, offenbar.

In London haben wir mehr Zeit als erwartet, da N die Stunde Zeitdifferenz zu Deutschland in der Planung vergessen hat. Zeit ist heut wohl unser Thema. Ab in den nächsten Flieger, dank der Plätze am Notausgang haben wir ausreichend Platz und auch ausreichend Zeit das zu bemerken... kann mal einer was an der Plattentektonik schrauben? USA ist einfach zu weit weg, immer die endlose Sitzerei im Flugzeug. Schön allerdings das In Seat Entertainment mit einer großen Auswahl an Filmen und Hörbüchern. Hatten wir auch noch nie.

Der Flughafen in Denver ist verhältnismäßig leer, wir benötigen vom Ausstieg über Immigration, Gepäck und Geld holen bis ins Hertz Shuttle nur ne gute Stunde. Bei Hertz ist auch nix los, wir kommen sofort dran. Daheim hatten wir schon über ein Upgrade auf einen SUV nachgedacht, da wir ja mit der Phantom Canyon Road liebäugeln und als hätte die Dame am Schalter es gewusst, fragt Sie, ob wir gerne einen SUV hätten. Mit 15% Gold Club Rabatt schlagen wir zu. Allerdings ist N von der Größe des Wagens dann doch etwas überrascht, was hat Sie denn gedacht, bei nem 7 Sitzer? Blöd nur, dass der Kofferraum keine Abdeckung hat, so kann jeder die Koffer sehen, hm?

"Na wir 3 werden aber hier keine Freunde", meint M zu unserem Navi, dem elektronischen Fräulein Rottenmeier, denn sie spricht alle Namen deutsch aus, so dass man oft nur durch den Blick auf das Display erkennen kann, welchen Strassennamen sie eigentlich meint. Als wir im Hotel an der Rezeption stehen, melden sich schon telefonisch PhilippJFry, sicherheitshalber hatten wir im Flieger die Telefonnummern ausgetauscht, wir treffen uns im Ruby Tuesdays, das liegt für uns alle in Laufweite. Mit etwas Stärkung und dem ersten Sam Adams des Urlaubs stoßen alle auf den Urlaub und einen verdammt langen Donnerstag an.

Photos gibt es keine, wir haben einfach noch keine gemacht.

Baymont Inn & Suites Room # 220, 15 miles, ca 25 °C

 

Fr. 03.06.11 – Wohlan, jetzt geht's nach Denver

N ist um 3 Uhr wach und schreibt ein wenig Bericht, nach ner Stunde versucht sie nochmal einzuschlafen und das klappt sogar! Kurz bevor der Wecker um 7 klingelt wird Sie wach. Da wir schon um kurz vor 9 am State Capitol sein sollen, für unsere Dome Besteigung, müssen wir uns etwas sputen. Also, schnell gefrühstückt und ab. Wir sind um 9 am Capitol, haben aber noch keinen Parkplatz, auf der Suche fahren wir aus Versehen in eine Einbahnstraße, falsch rum. Wie peinlich! Keiner hupt, alle halten brav an und lassen uns wenden, damit wir vorschriftsmäßig die Straße verlassen können. Nach etwas Kampf mit dem Automaten am Parkplatz sind wir dann endlich im Capitol und können oben auf den Turm. Dumm nur, dass wir wegen Renovierung nicht nach draußen auf den Balkon können. Deshalb haben die Bilder einen schicken Spiegeleffekt.

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Vom Capitol Hill laufen wir die ganze 16th Street Mall bis zum South Platte River entlang.

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Hier ist es ganz nett, wir verschnaufen ein wenig und nehmen dann den kostenlosen Shuttlebus die 16th Mall entlang zurück bis zum Hard Rock Café. Mittlerweile ist es halb 1, wir essen ne Kleinigkeit und kaufen die obligatorischen T-Shirts. Jetzt aber ab zum Naturkunde Museum, denn es ist schon Viertel vor 2 und das Museum macht ja schon um 5 zu. Bei der Kontrolle der Eintrittskarten werden N & M darauf hingewiesen, dass sie zu wenige Karten gekauft hätten. Hm? Sunny und ich hätten ja keine. "Nicht nötig", sag ich dem Kontrolleur, "Bears are members". Von der Dachterrasse hat man einen prima Blick auf Downtown und die Berge, leider ist es schon etwas diesig mittlerweile, daher ist alles etwas blass.

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Hier habt ihr mal unseren Wagen im Vergleich zu einem smart.

Auf dem Rückweg erledigen wir die Einkäufe, die wir schon gestern hatten machen wollen, Sam Adams finden wir allerdings nur in einem Liquor Store. Zurück im Hotel fragen wir wegen des nicht vorhandenen Kühlschranks in unserem Zimmer nach. Wir erfahren, kein Zimmer hat einen. Merkwürdig, steht aber so auf unserer Bestätigung, die Dame von der Rezeption kopiert die Seite und will es mit ihrem Chef besprechen.

Baymont Inn & Suites Room # 220, 41 miles, ca 25 °C

 

Sa. 04.06.11 Denver to Scottsbluff (3 Staaten, 3 Schlangen)

Wir sind früh wach, welch Überraschung, und kurz nach 8 schon abfahrtbereit, dummerweise macht das Outlet in Loveland allerdings erst um 10 Uhr auf. OK, bis wir da sind ist kurz nach 9 Uhr, aber fast eine ganze Stunde verschwenden für ein paar Socken? Ne, da muss M irgendwo anders Socken auftreiben. Wir entscheiden, direkt nach Cheyenne weiterzufahren. OK, wir stoppen noch kurz im Colorado Welcome Center in Ft. Collins.

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Cheyenne ist echt niedlich für ne Hauptstadt eines Staats mit nur 500.000 Einwohnern, der Staat, nicht die Stadt. Wir schauen uns das kleine Museum über die Eisenbahn im Infocenter an, da sind Bilder von Zügen die in unglaublichen Schneemassen stecken, sehr beeindruckend. Wir laufen zum Capitol und zurück und mit jedem Meter vom Union Pacific Depot weg ist weniger los. Wer sich hier überfahren lässt, muss sich anstrengen. N kann mitten auf der Straße stehen und Photos vom Capitol machen.

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Wir möchten eine Flagge von Wyoming mitnehmen und werden zu Jeanie geschickt. Die ist empfundene 100 Jahre alt und hält uns einen endlos erscheinenden Vortrag über Ihren Urlaub in Skandinavien. Ihre Vorfahren sind von dort erfahren wir und noch so einiges anderes der Familiengeschichte. Trotzdem sehr sympathisch, vor allem auch, dass wir den vollgestopften Laden als stolze Besitzer einer State flag verlassen. Vor dem Depot ist ein Festival im Gange, wir essen einen kleinen Burrito für den kleinen Hunger und dann gibt es noch den cheesecake von gestern als Nachtisch im Auto. Neben unserem Auto ist eine Miniatur Westernstadt aufgebaut, hier findet gerade eine Gunslinger Show statt und gerade als M die Autotür zuwirft, fällt der erste Schuss. Hihi, ihr hättet mal sehen sollen, wie der bei dem lauten Knall zusammengezuckt ist, er hat bestimmt geglaubt unser Wagen explodiert.

Weiter geht es nach Ft Laramie, auf der Strecke überholen wir zig Oldtimer, offenbar findet hier eine Charity Rallye statt. Wir erfreuen uns an den ganzen tollen Autos, die uns die Zeit vertreiben durch die sehr weite und sehr leere Landschaft. Hier ist sogar schon ein Baum ein eyecatcher.

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Im Ft. Laramie erwerben wir erstmal unseren neuen National Park Pass, stempeln unser Sammelheft und machen dann die Audiotour für $3 pP. Wir als bekannte Museumsschnecken benötigen 2,5 h, ist aber auch alles sehr interessant.

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Am Ufer des Laramie Rivers sieht M eine 2 m lange Riesenschlange, unsere 4. Schlange in den USA. Der Ranger erklärt uns auf unsere Nachfrage, dass es sich um eine ungiftige Bullsnake handelt. Als wir gehen, sehen wir ein Kaninchen vor einer Bullsnake, plötzlich springt es auf die Schlange zu und schnell wieder weg. Hm? Was soll das? Mit gehörigem Respekt umgehen wir die Schlange, um fast auf die nächste zu treten.

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Die verschwindet allerdings in einem Kaninchenbau. Vielleicht sollte N beim Überqueren von Wiesen doch mal auf den Boden schauen? M wäre sehr froh, der hat nen Mordsschreck bekommen, als sie sagte, dass sie das bisher nicht so richtig gemacht hat.

Wir fahren weiter nach Scottsbluff zu einem Photospot, den N auf google gefunden hat und landen mitten auf dem Acker, schon hat sich das upgrade auf den Traverse AWD gelohnt. Allerdings ist das Licht ungünstig, vielleicht ist morgen früh besseres Licht?

Gegenüber vom Hotel ist das Whiskey Creek Steakhouse, dort genießen wir Steak und Bier und fallen sehr müde bereits um halb 10 Uhr ins Bett.

Scottsbluff Holiday Inn Express, Room # 206, 261 miles, 25 °C.

 

So. 05.06.11 Scottsbluff to Custer State Park

Wir sind schon wieder früh unterwegs, um halb 9 sind wir bereits auf dem Weg zum Photo Spot von gestern abend. Jetzt ist das Licht richtig!

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Schnell noch Zwischenstopp im Walmart und dann können wir jetzt auch zum Scottsbluff National Monument, wir sehen uns per Film im Visitor Center schlau, N stempelt noch fix und dann fahren wir auf den Gipfel. Nach den ersten 2 Mückenstichen holt N dann doch mal den Off Spray aus dem Koffer.

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Ein kleines Stück des Oregon Trails kann man hier auch "begehen", dabei tritt M fast auf eine Schlange, die direkt am Wegrand liegt. Glücklicherweise "verschlängelt" sie sich, als er neben ihr auftritt, schnell in die Wiese. M ist etwas beleidigt, dass gerade ihm das passiert. Tanken müßten wir auch mal, nur wohin, 2009 klappte es ja nicht mehr überall mit dem ZIP Code. Wir entscheiden uns für SINCLAIR mit dem Dinologo, der ist uns sympathisch, erinnert uns an die Fernsehserie "Die Dinos"...und was sollen wir sagen, alles einwandfrei Kreditkarte eingelesen, getankt, Quittung, fertig. So soll es sein.

Nächstes Ziel ist Carhenge, ziemlich witzige Idee finden wir. Ähnlich wie die Cadillac Ranch.

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Durch endlos weites Grasland fahren wir zum Wind Cave National Park zu unseren ersten Bisons und Prairie Dogs in diesem Jahr, die sind aber auch niedlich. Die Bisons haben ganz viele hellbraune Jungtiere, auch sehr niedlich.

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Wir biegen ab auf die US 87 und fahren eine sehr schöne gewundene Strecke durch die Berge zum Custer State Park. An der Entrance Station hängt nur ein Schild, dass wir den Eintritt selber lösen sollen und in einen Umschlag stecken sollen. Leider haben wir keine $ 15 passend also geben wir $ 20, dann bekommen die Bisons auch was zu fressen. Mit Empörung registrieren wir, dass 2 Wagen ohne zu zahlen durchfahren, Frechheit! Wir biegen auf den Wildlife Loop ab und es ist schon so spät am Nachmittag, dass wir ausreichend Getier sehen: Burros, Bisons, Prairie Dogs, Mule oder White Tailed Deer (wir sind nicht sicher) und ein Pronghorn Deer. Gute Ausbeute.

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Für heute Nacht haben wir eine Cabin an der State Game Lodge mitten im Park gemietet, da wir einen Grill- und Sitzplatz vor der Cabin haben, genießen wir unser Abendpicknick und ein paar kalte Sam Adams im Licht der warmen untergehenden Sonne. Zu unserer tierischen Ausbeute des Tages gesellen sich jetzt noch Mücken hinzu, deshalb verziehen wir uns nach drinnen.

State Game Lodge, Cabin # 28, 231 miles, 33 °C

 

Mo. 06.06.11 Custer State Park to Rapid City

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Unsere Cabin.

Wir sind so früh wach, dass wir sogar auf der Veranda der State Game Lodge noch warten müssen, bis der dining room um 7 Uhr für das Frühstück öffnet. Meine Güte, die Sonne brennt schon jetzt und das um die Zeit, na das kann ja heiter werden. Wir nutzen noch schnell das free WIFI und dann ab zum Frühstück. Wir entscheiden uns für das Buffet.

Nächster Stop für heute, das Visitor Center. Als wir auf dem Mt Coolidge Fire Outlook sind, ist ein privater Tourguide so lieb und zeigt uns auch wo wir die Badlands, Crazy Horse und Mt. Rushmore sehen können. An der Auffahrt zum Mt Coolidge sitzt ein Murmeltier, leider ist N nicht schnell genug mit der Kamera, daher haben wir kein Bild machen können.

Wir fahren weiter zum Crazy Horse Denkmal, zumindest glauben wir das, bis N plötzlich (wir sind schon länger aus Custer raus) sagt, "Wir fahren in die falsche Richtung". Mensch wer hätte gedacht, dass wir in unserem Leben gleich 2x nach Custer kommen. Diesmal nehmen wir den richtigen Abzweig und kommen dann tatsächlich zum Crazy Horse Denkmal. Eintritt zahlen mögen wir nicht, daher müssen Bilder von der Straße reichen.

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Während wir um den Sylvan Lake laufen, erzählt N, dass sie im Netz in einem Reisebericht gelesen hat, dass sich hierbei schon mal wer verlaufen hat. M tönt noch, dass das ja kaum möglich wäre, bis auch wir fast die Treppen zwischen den Felsen übersehen, die auf den Weg zurück zum Parkplatz führen. Ja, ja, wer im Glashaus sitzt...

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Mittlerweile verstehen wir auch: das Schild bedeutet nicht Kurven, sondern "Vorsicht, Schlangen!"

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Wir fahren den ganzen Needles- und der Iron Mountain Highway ab bis zum Mt. Rushmore und kommen dabei noch mal an unserer Cabin vorbei und was sollen wir sagen, da stehen doch tatsächlich Bisons auf der Wiese davor. Mittlerweile ist es 15 Uhr und schrecklich heiß mit 30 °C auf dem Fahnenweg am Mt. Rushmore. Egal, jetzt müssen wir da durch, N & M leihen sich die Audiotour Guides und machen sich auf den Weg.

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Um halb Sechs sind wir einmal rum und stürmen dann noch den Giftshop, der Magnet muss doch mit. Huch, was ist den nun passiert, wir kommen wieder raus und eine schwarze Wolkenwand kommt auf uns zu. Damit entfällt die große Rutsche in Keystone, die wir eingeplant hatten, vermutlich wäre es jetzt eh schon zu spät dafür gewesen.

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Gut, dann eben zum Hotel in Rapid City, wir beeilen uns vor dem großen Regen dort zu sein, was auch fast gelingt, es fängt an zu regnen, als N & M das Auto ausladen. Wir schmunzeln noch über die Apolda Road in Rapid City und vermuten eine Städtepartnerschaft aber als der Kellner im Outback sagt, das sei die einzige Stadt, die er in Deutschland besucht hätte, da seine Familie von dort stammt, nehmen wir an, der Straßenname könnte auch andere Gründe haben.

Früh gehen wir ins Bett und versuchen noch etwas vom Stanley Cup Finale zu sehen, bevor wir einschlafen.

Howard Johnson, Room # 426, 141 Miles, 30 °C

 

Di. 07.06.11 Rapid City to Wall

Heute morgen stehen Pflichtübungen auf dem Plan; als wir durch Rapid City fahren, entdecken wir ein Stück der Berliner Mauer, da müssen wir einen Stopp einlegen.

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So, zurück zu den Pflichten, als erstes lassen wir das elektronische Fräulein Rottenmeier eine Dino Tankstelle suchen, OK, Tanken erledigt. Jetzt Post, gut auch erledigt, dann Rushmore Mall, es muss noch je eine kurze Hose für N & M her, auch wenn die Vorhersage für den Rest der Woche unter 20 °C ist. Da die Kritiken der Restaurants in Wall, wo wir heute übernachten, nicht so dolle sind, fahren wir jetzt noch zum Walmart, um heute ein Picknick auf dem Bett machen zu können. So, auch das ist erledigt, jetzt können wir endlich zum Badlands NP aufbrechen.

Am Visitor Center treffen wir PhilippJFry wieder, können kurz die Stationen der letzten Tage austauschen und nachträglich gratulieren. Dann mal los, gut mit Sonnenschutz und Off Spray eingenebelt, laufen wir alle kurzen Trails im Park. Cliff Shelf Nature Trail, Door Trail, Window Trail, Notch Trail und den Saddle Pass Trail. Wobei uns der Notch Trail mit der überdimensionierten Strickleiter am meisten Spaß macht.

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Auf dem Weg zur Prairie Dog Town plötzlich eine Auto Ansammlung, das kann nur "Tiere" bedeuten und tatsächlich, ein paar Bighorn Sheep mit Jungtieren stehen auf dem Hang an der Straße. Sind die Kleinen niedlich!

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In der Prairie Dog Town scheint gerade Ausgangssperre zu sein, es sind kaum Tiere zu sehen, vielleicht liegt es aber auch nur an dem mittlerweile noch stärkeren Wind... Die Bisons hier scheinen auch was für schönen Aussichten übrig zu haben, einer der Viewpoints ist bereits von ihnen belegt.

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Blick nach links

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Blick nach rechts

Mit der Reservierung der Frontier Cabins in Wall hatte N schon letztes Jahr ihren Spaß: Kreditkartendaten nur telefonisch durchgeben! Allerdings war diejenige am Telefon nicht diejenige, mit der sie zuvor den E-Mail Kontakt hatte... und was sollen wir sagen, unsere Reservierung war auch nicht eingetragen. Wir vermuten schon so etwas, als uns die Dame an der Anmeldung mit "You must be Mary" begrüßt.... Glücklicherweise sind noch genug Cabins frei, auch die von uns favorisierte King Version. Wir picknicken auf dem Bett und schauen dabei das 4. Basketball Spiel Dallas gegen Miami.

Frontier Cabins, Cabin # 20, 128 miles, 33 °C

 

Mi. 08.06.11 Wall to Gillette

N wird nachts wach, weil es schrecklich stürmt, Sie bekommt es etwas mit der Angst zu tun, hoffentlich fliegen wir nicht mit unserer Holzcabin davon? Bären haben keine Angst vorm Wetter! M offenbar auch nicht, er wird noch nicht mal wach. Ich merke das mit meinem Allwetterfell ja nicht, aber N findet, es sei empfindlich kühl geworden. Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass sich über Nacht die Temperatur halbiert hat. Hatten wir gestern noch 30°C, sind es heute noch 16°C. N hat die ersten Tage schon gedacht, wie blöd es aussieht, die ganzen Fleece- und Regenjacken sowie die Daunenwesten im Auto spazieren zu fahren bei über 30°C. Heute ist sie froh, sie dabei zu haben. Wir fahren durch Wall, um doch wenigstens einen kurzen Blick in den Wall Drugstore zu werfen, als wir auf der anderen Straßenseite PhilippJFry sehen, wie er das Auto bepackt. Wir halten kurz und tauschen die weiteren Planungen aus. Ab jetzt geht es in verschiedene Himmelsrichtungen für uns, die beiden denken bestimmt schon, wir verfolgen sie. Der Wall Drugstore erinnert N & M an Disneyland, mich nicht, ich finde es hier toll...

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Weiter nach Deadwood, das erinnert uns allerdings auch an Disneyland, deshalb fahren wir auch nur durch. Ab in den Spearfish Canyon, ein kurzer Abstecher zum Wasserfall und dann entscheiden wir uns die Gravel Road zu den Roughlock Falls und der Filmlocation aus "Der mit dem Wolf tanzt" zu nehmen. Hier stehen Snowmobiles zur Vermietung, hm, wie das hier wohl im Winter ist?

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Während wir so durch die Gegend fahren und unser elektronisches Fräulein Rottenmeier, schon 2x vorgeschlagen hat, auf nicht existierende Straßen abzubiegen, wird N langsam etwas anders zumute, denn unser Tank ist nur noch 1/4 voll. Wann kommen wir wieder in die zivilisierte Welt? Ansonsten ist es hier wunderschön, die Sonne scheint wieder, wir sind allein, treffen ein Murmeltier und keine Menschen. Irgendwann erreichen wir die 85 in der Nähe von Four Corners, WY. Die bringt uns wieder zur Interstate, wo wir in Sundance beim Dino tanken. Puh.

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Gegen 15 Uhr erreichen wir den Devils Tower und drehen die obligatorische Runde um die Basis und machen einen Stopp bei der Prairie Dog Town.

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Von hier ist es dann nur noch ein kurzes Stück nach Gillette, wo wir heute im Settle Inn übernachten. Das ganze Hotel sieht neu aus und riecht super frisch, sehr angenehm. Als Restaurant hat N für heute abend das Chophouse rausgesucht. Als wir dort stehen, sind N & M nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee war. Das Ganze sieht sehr heruntergekommen aus und N ist noch nicht mal sicher, ob geöffnet ist. M wirft einen Blick hinein und bekundet offen. Na denn... Wir lernen mal wieder, man soll sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen, das Essen ist erstklassig.

M möchte gerne Stanley Cup im Fernsehen schauen, aber offenbar wird es gar nicht live gezeigt, daher versucht N es im Internet zu finden. Keine gute Idee, sie schrottet dabei das Netbook. Den restlichen Abend verbringt sie damit, das ganze Ding neu aufzusetzen.

Settle Inn, Room # 225, 271 miles, 16 °C

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