Sa 24.10.09    Lajitas (Big Bend NP), TX → Van Horn, TX

Wir wachen auf, weil etwas über unserm Kopf herumläuft, hm, da ist doch nur das Dach und keine weitere Etage, zudem scheint es zu rennen, klingt nach Tier. Von draußen kann man nichts sehen. Was kann das sein? Beim Auschecken fragt Nico nach, die Vermutung fällt auf einen Waschbär.

Wir verlassen Lajitas über die River Road am Rio Grande entlang, wundervolle Ausblicke werden uns geboten, zudem eine echte Filmkulisse, die wir leider nicht betreten können, da sie durch einen hohen Zaun abgesperrt ist, hineinsehen und das außen angebrachte Infoschild lesen, können wir aber schon.

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Am Rio Grande entlang oder Rio Bravo wie die Mexicaner sagen

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Javelina!

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Wir kommen nach Presidio, das sieht nicht so richtig einladend aus, bietet allerdings Handyempfang, der dringend benötigt wird, da Nico unbedingt die Sitzplatzreservierung ändern will. Hinter Presidio kommen wir in die 2. Kontrolle der Border Patrol, unser Ziel und das Hotel wird abgefragt, die Pässe wieder lange begutachtet und dann dürfen wir weiter.

Marfa, der nächste Ort, den wir passieren, der für die angeblich mysteriösen Lichter, die man hier sehen kann, bekannt ist, sieht dagegen richtig nett aus. Micha wirft dort unsere Postkarten ein, N+M haben tatsächlich 2 geschrieben. Er entscheidet sich im Postoffice für die Box mit der Beschriftung "Out of town", das sollte passen.

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Erfolgreich absolvierte Mission "Postkarte"

In Fort Davis, was auch ganz ansprechend daher kommt, machen wir Mittagspause, schließlich haben alle Magenknurren, es gibt Pizza at Murphy's (passender Name!)

Jetzt wollen wir natürlich auch die Fort Davis National Historic Site besichtigen, schließlich sind wir deshalb hier. Wir merken mal wieder, wieviele falsche Vorstellungen man so durch das Fernsehen im Kopf hat, das Fort ist ganz anders als erwartet. Kein Palisadenzaun drumrum, etc. Die Felsen im Hintergrund sehen aus wie Pappmache Attrappen a la Raumschiff Enterprise, sind aber eindeutig echt.

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Hier in der näheren Umgebung von Ft. Davis ist die Landschaft so, wie wir sie uns vorgestellt haben in Texas.

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Van Horn, unser Stopp für heute Nacht, besteht offenbar nur aus Hotels/Motels und gas stations, wo um Himmels willen kaufen die Leute hier ein, es gibt nur einen Laden der annähernd einem Supermarkt ähnelt und hier ist das Gemüse nicht sooo frisch. Uns kommt ständig ein Gedanke in Anlehnung an Madagaskar 2 in den Kopf: "Danke, dass sie bei uns gekauft haben. Wir wissen, sie hatten keine andere Chance."

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Tierische Ausbeute: 5 Roadrunner, 11 Javelina, 3 Vogelspinnen

Room # 105 Hampton Inn, 225 miles, 25 °C und ziemlich windig

 

So 25.10.09    Van Horn, TX → Hobbs, NM

Wir frühstücken und machen uns dann auf den Weg in die Guadalupe Mountains, ein fossiles Riff aus dem Perm, auf dem Weg durch das Salt Flat Basin nördlich von Van Horn sind wir wieder verdammt allein, weit und breit keine Menschenseele, mal abgesehen von dem einen Roadrunner, den wir wieder nicht aufs Bild bekommen. In der weiten Ebene kann man die Berge schon aus der Ferne sehen, der höchste Gifel hier ist mit fast 3000 m auch der höchste Berg von Texas. Der Anblick sieht wieder aus, wie eine Filmkulisse oder ein Kalenderblatt über die Highways of America.

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Es ist zwar sonnig aber recht frisch, da ein ordentlicher Wind weht, schade, dass wir keine Aufnahmen mit blauem Himmel machen können, allerdings meint Micha, das Wetter sei doch perfekt, denn schließlich wollen wir ja ein Stück wandern und da sei es doch ganz gut, wenn die Sonne nicht so knallt, er hat natürlich recht. Im Visitorcenter Stempel und Hinweis vom Ranger, dass der Devil's Hall Trail schon bessere Herbstfärbung habe als der Mc Kittrick Canyon Trail, den wir eigentlich gehen wollen. Hm, immer diese Entscheidungen. Wir nehmen dann doch den Canyon Trail, da er keine Stellen hat, wo wir über Felsen klettern müssen, da ist Nico heut nicht nach.

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Am Trailhead müssen wir auch zum ersten Mal einen Zettel ausfüllen und einen Teil davon in eine Box am Trail werfen und den anderen Teil ins Auto legen, um den Zugang zum Trail zu erhalten, der Ranger bittet uns noch, die Nummer des Annual Passes auch zu vermerken, vermutlich damit sie wissen, wen sie beerdigen, wenn wir verloren gehen? Schließlich mußten wir beim Kauf die ganzen Angaben machen. Wir fragen uns dennoch, wie das System funktioniert, kontrollieren sie am Abend, welche Autos noch stehen und gleichen die Angaben dann mit denen der Trailboxzettel ab? Keine Ahnung.

Wir brauchen etwa 2 Stunden, um zur Pratt Cabin und zurück zu wandern, schade dass wir nicht mehr Zeit haben, denn wir bekommen den Hinweis von anderen Wanderern, dass die Herbstfärbung, für die dieser Canyon berühmt ist, erst hinter der Cabin richtig gut wird. Schon von Weitem kann man die knallroten Tupfer in den Einschnitten an den Hängen gut erkennen.

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Die Eichen und der Ahorn sind "übriggebliebene" Pflanzen frührer Zeiten mit anderem Klima als heute hier in der Gegend, die sozusagen hier in den höheren Lagen der Canyons mit feuchterem kühlerem Klima als unten in der Wüste einen "Zufluchtsort" gefunden haben. Es ist recht voll auf diesem Trail, da er sehr beliebt ist zur Zeit der Herbstfärbung, zudem ist heute ja Sonntag und so sind viele Familien unterwegs. Sunny und ich werden auch dementsprechend oft angesprochen.

Unsere Zeit ist wie gesagt begrenzt, da wir noch zu den Carlsbad Caverns in New Mexico wollen, die etwa 40 Meilen nordöstlich von hier liegen. Wir wollen die Höhlen doch unbedingt über den natural entrance betreten und der Eintritt auf diesem Weg ist nur bis 14 Uhr möglich. Praktischerweise kommt uns die Zeitzonengrenze zur Hilfe, denn vor den Guadalupe Mountains stand ein Hinweisschild "You are now entering mountain time." Die so gewonnene Stunde reicht gerade aus, dass wir um 13.56 Uhr am Eingang stehen. Puh! Wir sind die Letzten, die noch durch den natural entrance rein dürfen, das System hier, um verlorenen Gästen vorzubeugen ist übrigens einfacher als vorhin, es geht einfach 15 min nach den letzten Gästen ein Ranger hinterher und räumt sozusagen von hinten auf.

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Die Warnung oben, dass dieser Weg sehr "exhausting" sei und für "weak knees" sorgen würde, können N+M so nicht nachvollziehen (wir sowieso nicht, wir lassen uns tragen), es geht einfach einen etwa 1 Meile langen, geteerten Weg mit Geländern hinab. Nico und Micha hatten mit Gekletter etc gerechnet. Dennoch haben wir Spass daran, auf diesem Weg in die Höhle zu gelangen, deutlich spannender als einfach mit dem Fahrstuhl hinunterzufahren, was die Alternative gewesen wäre. Rauf ist übrigens für alle der Fahrstuhl Pflicht.

Unten angekommen, machen wir natürlich auch noch den ebenfalls etwa 1 Meile langen Rundgang durch den Big Room. Insgesamt sind wir um die 2h unterirdisch.

Durch Carlsbad, wo wir uns wieder in der Zivilisation zurück finden (Handyempfang, mehr als 2 Radiosender, Walmart...), fahren wir nach Hobbs, wo wir heute im Lea County Inn übernachten. Auch hier alle Zeichen der Zivilisation, also fahren Nico und Micha zum Walmart (wir schauen inzwischen fern) und besorgen uns microwave dinners, neues Sam Adams und sogar Nachtisch zur Feier des Tages: Ben&Jerry's Mint Choc Ice Cream, yummy!

Tierische Ausbeute: 2 Taranteln, 1 Roadrunner und eine cavern cricket

Room # 101, 216 miles, morgens kühl und windig, nachmittags 28 °C Sonne abends 9 °C und sehr windig.

 

Mo 26.10.09    Hobbs, NM → Amarillo, TX

Mist, eigentlich haben wir heute viel zu lange geschlafen, denn gleich, wenn wir wieder über die Grenze nach Texas kommen, verlieren wir ja wieder eine Stunde. Als wir zur Tür rauskommen, brrr, da ist sogar mein Fell zu dünn für, es ist kalt, windig, bedeckt und es hat geregnet, das haben wir nicht gebucht.

Über endlose Weiten, ich glaub man kann hier schon die Erdkrümmung sehen, fahren wir zum Palo Duro Canyon, dem zweitgrößten Canyon der USA nach dem Grand Canyon, passenderweise wird er auch der Grand Canyon of Texas genannt.

Wir machen unsere Mittagspause an einem der Rastplätze, von denen sich unsere wirklich eine Scheibe abschneiden können. Sehr sauber mir einer kleinen Infoaustellung über die Gegend und die Geschichte, sowie der besonderen Ausstattung hier in den plains, einem storm shelter, passenderweise sind das die Toilettenräume.

Kurz vor 15 Uhr kommen wir am Canyon an, jetzt aber fix, denn der State Park schließt um 18 Uhr und wir schätzen, dass wir etwa 3h für die 6 Meilen Lighthouse Trails brauchen, den wir gerne wandern wollen. Durch eine Landschaft, die wie gemalt aussieht mit roten, gelben, braunen, grünen und weißen Farbtönen, laufen wir zur Lighthouse Formation.

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Wie durch ein Wunder ist der Himmel, der den ganzen Tag über bedeckt war genau jetzt wieder blau, lächerlich gutes Wetter halt wieder, zudem nicht zu warm, perfekt zum Wandern. Gestern haben die so einen Aufstand gemacht, mit Zetteln etc, dabei waren dort 1000 Mann unterwegs, da hätten wir kaum verloren gehen können. Hier dagegen sind wir absolut allein, kein Auto am trailhead und wir treffen auch keinen Menschen, hier könnten wir echt verloren gehen. Der Trail ist ziemlich eben bis auf das letzte Stück, da müssen N+M richtig klettern, um auf die Ebene zwischen den beiden Hoodoos zu kommen. Angesichts des Weges kommentiert Nico mehrfach, dass die doch wohl spinnen, wenn sie wollen, dass sie da rauf geht. Wer auch immer "die" sind? Natürlich geht sie doch hoch.

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Nach 2,5 Stunden sind wir wieder am Auto und haben sogar noch Zeit, am look out Halt zu machen, bevor der Park schließt. Auch zwei Exemplare der staatlichen Longhorn Herde bekommen wir zu sehen.

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Es ist noch hell, also noch schnell zur Cadillac Ranch, ein prima Anblick im Licht der untergehenden Sonne. Ich bin auf dem Bild kaum zu erkennen, könnt ihr mich finden?

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So, jetzt haben wir uns aber ein Steak verdient, schließlich übernachten wir in Amarillo (im Magnuson Hotel), unsere Wahl fällt auf das Texas Roadhouse, eine gute Neuentdeckung für uns. Mhhhmm, sind die Brötchen wieder lecker.

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Angeblich gibt es hier in der Gegend die schönsten Sonnenuntergänge von Texas. Leider ist es aus dem fahrenden Wagen etwas verwackelt.

Room # 111, 282 miles, ? °C

 

Di 27.10.09    Amarillo, TX → Lawton, OK

Mit Verlaub es ist s—kalt heute Nacht knapp unter Null, mit dem ordentlichen windchill, der noch dazu kommt, fühlt es sich noch viel kälter an, als wir heute morgen das Zimmer verlassen, um zum Frühstück zu gehen. Hihi, es gibt wieder Waffeln in Texasform.

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Uns begleitet ein strahlend blauer Himmel auf dem Weg zum Caprock Canyons State Park. Im Reiseführer stand, dass es einen Audioguide für eine Autotour durch den Park gibt, hier am Visitorcenter, kein Hinweis darauf. Nachdem Nico den Eintritt gezahlt hat (Bären sind natürlich wie immer frei), fragt sie mal nach und sofort bekommen wir die CD ausgeliehen. Prima Geschichte, wir haben sozusagen unseren persönlichen Tourguide mit im Auto. Die Landschaft ist toll, viel Quartermaster-Formation, will meinen: knallrote Felsen, durchzogen mit weißen Gipsstreifen.

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Nico geht mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: "Schilder lesen"

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Seht ihr, sie hat schon wieder ein Schild gefunden

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Metallbisons

Leider bekommen wir außer den Metallsilhouetten keine Bisons zu sehen, obwohl hier doch die Bison Staatsherde von Texas zuhause ist. Schade. Auf dem Weg zurück zum Visitorcenter liegt plötzlich eine lange Schlange mitten auf der Strasse. Keiner traut sich auszusteigen, also werden die Photos per Zoom aus dem Auto heraus gemacht. Als Nico die CD wieder abgibt, zeigt sie der Rangerin das Photo. Das sei eine "safety snake, no need to worry", meint die.

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"Wagon Whip" was auch immer das auf Schlau für eine Schlangenart ist... vermutlich eine Kutscherpeitschennatter... Masticophis flagellum

Unser nächster Stop ist das Wichita Mountain Wildlife Refuge in Oklahoma und das erweist sich als echter Glücksgriff. Wir sehen jede Menge Tiere!!!! Viele Bisons, Longhorns, Prairie Dogs, Deer und einen Coyoten? Zumindest meint das die Kellnerin im Outback in Lawton, als wir ihr das Photo zeigen, sie war nur überrascht, dass der so direkt an der Strasse war. Tja, Glück muß man haben.

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Wir übernachten im Baymont Inn, was wieder ganz gut ist, die beiden privaten Hotels/Motels von letzter und vorletzter Nacht waren ganz ok aber nicht berauschend.

Room # 111, 313 miles, morgens ca. 0 °C, nachmittags 21 °C

 

Mi 28.10.09     Lawton, OK → Dallas, TX

Beim Frühstück unterhalten wir uns so nett mit 2 Amerikanern, die beide in Deutschland geboren wurden, dass wir viiiiel zu spät loskommen, der Herr an der Hotel Rezeption in Dallas erzählt uns, dass in der High School 3 Jahre Deutsch gelernt hat. Hm, alle mit denen wir uns länger unterhalten in diesem Urlaub, haben entweder in Deutschland gelebt und gearbeitet oder dort bereits Ferien gemacht.

Auf der Fahrt nach Dallas machen wir unsere eigene private survey und finden heraus, dass 9 von 10 Autofahrern bei der Fahrt telefonieren oder auf dem Handy herumtippen, unfassbar. Es gibt ja jetzt auch hier Überlegungen, das zu verbieten, haben wir mit bekommen.

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So im Grauen sieht die Skyline von Dallas nicht so schön aus...

Einen kleinen Abstecher durch Fort Worth legen wir auch noch ein und beziehen dann rasch unser Zimmer im Hawthorn Suites, obwohl Appartment trifft es eher, wie der Name suites schon vermuten läßt, wir haben einen Wohnbereich mit Kamin und ne komplette Küche.

Die Haupttouristenattraktion in Dallas ist das 6th Floor Museum, das sehen wir uns natürlich auch an, es gibt hier sogar Audiotouren in Deutsch, vermutlich kommen ne Menge deutschsprachige Touristen hier hin. Und prompt hören wir hinter uns: Deutsch. QED. Neue Erkenntnisse über das Attentat gewinnen wir nicht, dennoch ist die Ausstellung ganz interessant gemacht. "Zumindest befinden wir uns an einem Ort der Geschichte" befinden wir. Im Frommer´s Reiseführer stand: "A red X marks the spot on the asphalt of Elm Street where Kennedy was struck; incredibly, many visitors to Dallas feel compelled to dodge traffic and have their pictures taken while standing on the X as cars hurtle by. Unless you really want to follow in the footsteps of JFK, however, I strongly advise against such reckless participation in our nation´s history" und tatsächlich können wir Leute bei dieser Aktion beobachten....

Bevor wir zum Eishockeyspiel Dallas Stars gegen die Toronto Maple Leafs in die AA Arena gehen, essen wir noch schnell was beim Hard Rock Café, was ziemlich neu zu sein scheint, hier gibt es eine schöne Idee, man kann vom Tisch aus über eine touchscreen die Musikauswahl mitbestimmen, was Nico und Micha eifrig nutzen. Am Eingang der AA Arena bekommen alle Zuschauer ein Schild in die Hand gedrückt mit der Aufschrift: "Beat the Leafs", ohne Rücksicht darauf, zu welcher Mannschaft man hält, selbst deutlich erkennbare Toronto Fans werden damit beglückt. Gut, dass es hier bei sportlichen Ereignissen gesitteter zwischen den Fans zugeht, daheim hätte dass bestimmt für, ich sag mal, Mißstimmung gesorgt. Überraschenderweise haben wir der Heimmannschaft zum Sieg verholfen. Die Dallas Stars gewinnen 4:3 gegen die Toronto Maple Leafs.

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Unsere Sitznachbar beim Eishockey erzählt uns, dass er 4 Jahre in Stuttgart gelebt hat, seht ihr, wieder einer.

Room # 212, 213 miles, morgens 12 °C Sonne, abends 22 °C Regen

 

Do 29.10.09    Dallas, TX

Wir haben heute offenbar im Dallas Zoo übernachtet, bis 1.30 Uhr nachts Getrampel über uns. Nico ist schon soweit, bereits heute nach Houston zu fahren, dummerweise ist die zweite Nacht hier bereits bezahlt und ein refund nicht möglich. Freundlicherweise bekommen wir aber ein anderes Zimmer, über dem aktuell keiner wohnt.

Es ist schwülwarm und bedeckt, hm, komisches Wetter.

Da wir ja nun hierbleben, können wir auch mit unserem Dallas Programm fortfahren und machen uns auf zur Southfork Ranch, "wenn wir schon mal hier sind" meint Nico. Ich kenne die Serie ja nicht, dafür bin ich mit 5 Bärenjahren ja doch noch zu jung. Aber ich bin ja kein Spielverderber, also setze ich mich N+M zuliebe auch auf JRs Sattel und in sein Wohnzimmer, Treppenhaus etc. so viel zu sehen gibt es eigentlich nicht, aber den Spass ist es dennoch wert.

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Als wir das Haus Richtung Parkplatz verlassen wollen, fängt es dermaßen an zu schütten, dass Sunny und ich freiwillig in den Rucksack flüchten, Micha meint, in der Serie hat es nie geregnet, oder?

Das Chelsea Outlet ist ganz in der Nähe und da Nico noch neue Schlafanzüge und Socken braucht, fahren wir jetzt dahin. Zum Geburtstag bekommt sie von Micha eine neue gefütterte Regenjacke in einem brombeerviolett Ton, der gerade ganz neu in Mode zu sein scheint. Mittlerweile hat es auch aufgehört zu regnen, dafür ist es spürbar kühler geworden.

Auf dem Weg zum Hotel fahren wir noch durch den historic district von Dallas, sieht ganz nett aus, red brick buildings mit vielen Restaurants und Bars auf einer kleinen Fläche. Im Walmart wollen wir noch kurz die Sam Adams Vorräte auffrischen und Überraschung, landen in einem "trockenen" Walmart. Na dann eben morgen woanders.

"Boy, am I stuffed", wir haben gerade Nicos erstes Geburtstagsessen genossen, zuperzartes Steak beim Texas Land & Cattle Steakhouse, durch die Zeitdifferenz kann sie (und wir!) sich an 2 Geburtstagsabendessen erfreuen, schöne Sache.

Mit der Skyline haben sie sich hier viel Mühe gegeben, abends ist die ganz phantasievoll beleuchtet. Ein Gebäude wechselt die Farbe, eines ist blau, eines hat ein weißes Kreuz auf der Fassade, ein anderes grüne Kanten, wirklich nett. Nico hatte zwar eine Stelle herausgesucht, von der man schöne Bilder aus machen können soll, allerdings trauen wir uns nicht, dort in stockdunklen hinzufahren und bei Tageslicht war es zu diesig für schöne Bilder. Schade.

Room # 813, 100 miles, morgens 22 °C rain ab mittags deutlich kühler

 

Fr 30.10.09   Dallas, TX → Houston, TX

Schön, so eine Nacht ohne Elephanten im 1. Stock. Nachdem Frühstück fahren wir die recht lange Strecke nach Houston, lernen dabei noch die letzte uns unbekannte Landschaftsform "Piney Woods" kennen. Halten an einem der superschicken Rastplätze in Huntsville, als wir das Gefängnis sehen, erinnert sich Nico warum ihr der Name Huntsville, TX bekannt vorkam.

In Houston beziehen wir schnell unser Zimmer im Super 8 (diesmal gibt es leider kein free upgrade, aber auch das Zimmer hier ist prima) und düsen dann weiter zum Space Center. Leider schließen die schon um 17 Uhr, schade, wir sind nur 2,5 h hier und die vergehen wie im Flug, wir hätten noch ne Weile bleiben können.

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Wo essen wir denn nun? Nico hatte einen Country Music Club zum Geburtstag herausgesucht, da sie aber jetzt kurz nach 17 Uhr Hunger hat, (bis auf nen Keks haben wir nichts zu Mittag bekommen, brumm) die Livebands erst ab 21 Uhr spielen, ist das noch lange hin. Eindeutig zu lange. Wir planen um und landen bei einem empfohlenen mexikanischen Restaurant, pickepacke voll hier, ein gutes Zeichen.

Eigentlich mag Nico mehr Daiquiris, zur Feier des Tages probiert sie einen Strawberry Margarita. Hmmm, der verlangt nach einem Zweiten. Gut, dass Micha fährt. Offenbar sehen wir sehr hungrig aus, Nico bekommt statt einer normalen Fajita eine für 2 Personen, das ruft den Manager auf den Plan, der sich entschuldigt, wir müssen nur den kleinen ursprünglich bestellten bezahlen.

Wir beenden den Geburtstag mit Kofferpacken, ne lustige Sache, Nico hat schließlich 2 Margaritas getrunken, Micha als Fahrer nur Cola, der packt eindeutig schneller.

Room # 221, 337 Meilen, morgens Regen ab mittags Sonne und Wolken ca 20 °C

 

Sa 31.10.09    Houston, TX → DUS

Jetzt macht es uns der Lone Star State aber doch wirklich noch schwer abzureisen, es ist strahlendblauer Himmel, angenehme 24°C geringe Luftfeuchte, wie soll man es beschreiben, es ist einfach lächerlich gutes Wetter, getreu dem Frommer's Reiseführer, der das Wetter in Houston von Oktober bis Mai mit "ridiculously good" betitelte.

Das Frühstück ist ziemlich abgegrast, als wir nach unten kommen, obwohl es noch eine Stunde geht, die Dame an der Rezeption ist sichtlich begeistert, als wir sie bitten, alles wieder aufzufüllen. Dennoch sie tut es und so kommen wir zu einem letzten biscuit mit beef patty und gravy und einer letzten Texaswaffel.

Das Wetter spricht für den San Jacinto Battleground NP unser Interesse (also eigentlich Nicos) für das Museum of Health und Medical Science. Eine gute Wahl, stellt sich heraus, obwohl es drinnen ist.

Unterhaltsames Zwischenspiel, Micha berichtet uns, dass er in den restrooms eine defekte Toilettentür erwischt hat und in den nächsten "stall" klettern muß, um wieder herauszukommen.

Wir verbringen sehr vergnügliche 3h hier im Museum und haben noch nicht alles gesehen, als wir um kurz nach 14 Uhr aufbrechen, um den Wagen zurückzubringen, hmm, wir könnten ja noch ne Woche bleiben, das Wetter ist einfach zu einladend.

Perfektes gas timing, kurz vor leer geben wir den Wagen wieder ab, schließlich haben wir die fuel option gewählt und das ist günstiger als Tankstelle oder fehlende Liter nachzuzahlen.

Jetzt sitzen wir bei einem letzten Sam Adams und einem Texas Burger im Flughafen. Leider konnten wir die Sitzplätze im Flieger nicht mehr ändern, tolle Aussicht 10 Stunden auf Mittelplätzen. Darauf noch ein Bier, dann müssen wir auch oft laufen.

War Texas eine gute Wahl? Ja, befinden wir vier einstimmig, und benennen den Urlaub mit: Die "Es stand auch dran und lächerlich gutes Wetter" Tour.

Der Flugkapitän verabschiedet sich nach der Landung per Durchsage mit einem "Feierabend" und wir bedanken uns bei den "Mitreisenden" getreu den Durchsagen auf der USS Lexington mit einem: "and that is all!"

no room at all, 42 Meilen, 24°C

Unter Kosten USA Texas 2009 findet ihr eine Aufstellung der Kosten. Insgesamt sind wir 3173 Meilen gefahren

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Da wir keinen einzigen roadrunner lebendig aufs Bild bannen konnten, hier wenigstens ein ausgestopftes Modell.

Enden möchten wir mit einem Zitat von der Nationalparkseite: "Genau genommen ist der Big Bend Naturpark eigentlich eine Sache der Seelenverfassung. Manchmal muß man abwarten, bis man davon gefesselt wird."

Bei uns hat es funktioniert....