Fr 16.10.09 Vorabend Check In

Ich darf mit zum Vorabend Check In und Sunny nicht, ätsch! Das gibt nachher bestimmt Theater...

 

Sa 17.10.09    DUS → Houston, TX

Also dann, auf Richtung Texas, Lone Star State, wir kommen!

Flag of Texas

Wir müssen um halb Fünf los, meine Güte ist das früh, gut dass ich nicht duschen muß, Fell ablecken reicht und geht erheblich schneller. Wir parken bei airparks ein kleines Stück weg vom Düsseldorfer Flughafen. Wider Erwarten vergisst Micha doch seinen Rucksack im Auto auf dem Parkplatz und darf noch mal zurück zum Auto laufen; der freundliche Busfahrer wartet glücklicherweise auf uns. Ich sag nur Koffer in Atlantic City...

Bei der Gepäckkontrolle wollen sie das Netbook gar nicht separat inspizieren, gilt das nicht als vollwertiger Laptop, weil er so klein ist und deshalb ungefährlich? Sind nicht eigentlich die Rechner die gefährlichen, die keine sind und nur so tun, als wären sie einer???

Apropos gefährlich, mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach, mir einen Röntgenpass für die ganzen Sicherheitskontrollen ausstellen zu lassen, das kann auf Dauer einfach nicht gut sein, vielleicht bekommt man davon Fellveränderungen?

Ohne irgendeine Form der Bewirtung an Bord landen wir um halb 8 in Frankfurt...

Irgendwie finden wir den Flughafen doof, bis wir mal heraushaben von welchem Terminal unser Weiterflug nach Houston startet, nenene. Gemütlich Frühstücken, was wir uns eigentlich für unsere 3 Stunden Aufenthalt vorgenommen hatten, wird nicht so einfach. Schließlich landen wir bei Starbucks, hier ist wenigstens der Kaffee gut, allerdings herrscht hier ziemlicher Radau und wir machen uns bald auf den Weg zum Gate. Hm, was ist das, eine Baustellenabsperrung quer durch die Halle, die wir passieren (sollen) wollen?

Das rot weiße Flatterband entpuppt sich als Polizeiabsperrung, steht auch auf dem Band zur Sicherheit und ein paar Polizisten stehen auch dahinter, damit es klar wird... ja was eigentlich? Auf jeden Fall geht es hier nicht weiter, wir trösten uns damit, dass der Flieger wohl ohne Gäste nicht abhebt? Wir vertreiben uns die Zeit mit wichtigen Gedanken wie; "Haben die noch nie CSI gesehen? So ein gelb-schwarzes Band macht doch viel mehr her als das hier..."

Micha erfragt mal was los ist, ah herrenloses Gepäckstück, wem passiert denn so was? Ich sag nur Rucksack und ernte dafür ein Grinsen von Nico. Es kommt ein Hund, klar wenn's brenzlig wird dürfen wieder wir Tiere ran. Dieser Hund ist ein "Bombenhund", der nen Super Job macht und kurz darauf bekundet, dass das nur ne Tasche mit dreckiger Wäsche ist und sonst nix Explosives zu bieten hat. Wir dürfen weiter!

Wir sitzen in der letzten Reihe der 747-400 an der Rückwand, was an sich ja nicht verwerflich ist, allein, man kann die Rückenlehnen nicht verstellen und da unser Vordermann seine Rückenlehne den ganzen Flug über gaaanz nach hinten kippt, sind das verdammt enge 10h Flug, So irgendwo über Grönland rufen die Bewohner der zwei Reihen vor uns nach der Stewardess, da es aus einem der Gepäckfächer über ihnen tropft, sie will uns weismachen das sei Kondenswasser, wir wissen natürlich eine bessere Erklärung, "der Pool der 1. Klasse über uns ist undicht."

Nein, keine Angst, wir haben uns gut benommen, Micha wurde als der netteste Gast der letzten 10 Jahre von unserer Stewardess verabschiedet, er hat sie gefragt, ob er ihr was mitbringen soll, als er für Nico was zu Trinken aus der Küche holte. Da war sie ganz von den Socken. Jaja so gewinnt man Frauenherzen.

Überhaupt hatten wir nette "Banknachbarn" mit denen wir uns gut unterhalten haben, die Armen waren aber alle zum Arbeiten in Texas, wir Glücklichen dagegen dürfen jetzt 2 Wochen Urlaub machen und Restwärme tanken.

Wir stehen am Kofferband und fast alle Koffer sind weg, nur unsere kommen nicht, leichte Nervosität schleicht sich ein, Micha meint, "Ein Problem haben wir erst, wenn das Band stoppt." Prompt hält es an! Erleichterung, unsere Koffer haben es als Letzte aufs Band geschafft und sind vollzählig zur Weiterreise angetreten. Meine Güte, was hätten wir nur ohne die Kühlbox gemacht?

Bei Hertz bekommen wir einen Corolla, hm das ist jetzt die Sparversion ohne Funkfernbedienung und Außentemperaturanzeige, da war der Fusion aus der gleichen Kategorie im Juni aber besser ausgestattet, egal, denn das wichtigste Kriterium erfüllt der Wagen, die Koffer passen beide in den Kofferraum und die Kühlbox kann auch noch aufrecht daneben stehen.

Dann mal los! Wir machen drei U Turns bis das Navi uns gefunden hat und fahren dann zum Super 8 am Flughafen, ein brandneues Hotel, wir bekommen sogar ein kostenloses Upgrade auf ein etwas größeres Zimmer.

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Wir können maximale Unordnung in minimaler Zeit...

Na dann erledigen wir jetzt mal die wirklich wichtigen Dinge, ab zum Walmart, Bier, Wasser, Shampoo, Duschgel, Zahnpasta etc. kaufen, hier gibt es ja sooo viele Sorten, die es bei uns nicht gibt, da bringen wir nichts mit, sondern kaufen hier. Nico findet mal wieder eine neue Sorte Herbal Essences in knallpink, die muß natürlich mit.

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Ob ich das neue Shampoo als Fellfarbauffrischer nehmen kann???

An der ersten Ampel steht neben uns tatsächlich ein Pick up mit Longhorn Hörnern am Kühlergrill, na das fängt doch gut an, wie bestellt, jetzt fehlen nur noch ein paar Stetsons und Cowboystiefel.

Ständig treffen wir auf toll booths... und vor der hier ist auch noch ne Schlange, Micha fragt, wo im Gepäck wir denn die aufblasbare turtle für diese Situation haben. Der treue Leser weiß worum es geht (siehe Reisebericht Florida 2009). Wir diskutieren erst mal, ob es hier freilaufende turtles gibt und beschließen. NEIN, werden ein paar Meilen weiter allerdings eines Besseren belehrt, da eine kleine turtle auf unserer Spur auf dem freeway sitzt, um die wir gerade noch herumfahren können. Sorry, dich können wir nicht retten, hier können wir unmöglich anhalten.

Mit viel Mühe hatte Nico im Internet eine Stelle gefunden, von der man schöne Aufnahmen von der Skyline von Houston machen kann, Eleanor Tinsel Park und da fahren wir jetzt hin.

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Empfundene 100 Photos später können wir dann endlich weiter zum Hard Rock Café, schließlich ist es jetzt schon fast Acht und wir haben Hunger. Da wir den Parkautomaten nicht verstehen, heißt "no rate available at the moment", dass wir das Gerät falsch bedienen oder Parken umsonst ist oder das Ding einfach nur kaputt? Nicos Alptraum ein abgeschleppter Wagen, das wollen wir nicht wahr machen, deshalb gehen wir auf Nummer sicher und Parken in der Tiefgarage unter dem Bayou Place, in dem sich das HRC befindet.

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Leider haben sie im Shop nicht das neue T Shirt, das Nico im Netz gesehen hatte... knurr. Nico isst seit Jahren immer dasselbe, also auch hier: pulled pork sandwich und ein Sam Adams, Micha muß fahren, der Arme, also Pepsi für ihn.

USA Texas 2009 062

Wir checken schon mal das weitere Programm für morgen, einer muß ja hier die Übersicht behalten.

Kurz nach Neun fallen wir totmüde ins Bett.

Room # 222, 46 miles, 23 °C

 

So 18.10.09    Houston, TX → San Antonio, TX

Keine Überraschung, Nico ist um 4 wach, macht nix, da kann man ja schon mal in Netz Wettervorhersage checken, huch ein neuer Hurricane, puh andere Seite: Pazifik, dennoch der zieht auf uns zu, mal sehen was das bringt? Im Reiseführer hatte Nico gelesen, das Wetter sei lächerlich gut zwischen Oktober und Mai in Houston, das scheint auch für San Antonio zu gelten, denn dieses Zitat wird heute noch oft von uns wiederholt werden.

Nico hat Nackenschmerzen, das extrem bequeme Bett hat dummerweise sehr hohe feste Kissen. Gar nicht gut. Gerade geht die Sonne auf und so kann das auch noch auf Zelluloid gebannt werden.

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Nach einem hot breakfast, das alle unsere Erwartungen an ein Super 8 übertrifft (es gibt Waffeln in der Form des Staates Texas!), denn das ist ja das erste Mal, das wir in einem Super 8 übernachtet haben, brechen wir gegen 8 Uhr auf. Wir haben eine Reservierung für die 14 Uhr Segway Tour in San Antonio, da wollen wir ja auf keinen Fall zu spät kommen.

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Ein wenig unübersichtlich, oder?

Wir nehmen die I10 und sind überrascht wie grün und flach die Landschaft ist. Auf halber Strecke sehen wir auch die erste Ölpumpe und Schilder, die Nico zum Lächeln bringen.

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Von der Qualität der Toiletten auf den öffentlichen Rastplätzen könnten sie sich bei uns daheim ruhig mal inspirieren lassen.

Wir kommen gegen 12 Uhr in San Antonio an, parken erstmal und suchen die Segway Station, damit wir nachher nicht herumirren müssen.

OK, wir haben jetzt fast 2 h Zeit, also widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem Alamo oder Valero, wie es die Mexikaner angeblich nennen und überhaupt ist das mit den Bezeichnungen und dem Nachvollziehen der Ereignisse hier eher verwirrend. Texans, Texians, Mexicans, Americans... Nico will das nochmal in Ruhe nachlesen.

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Das ist doch die Höhe zum ersten Mal in meinem Bärenleben werde ich weggescheucht. So ein antibärisches Verhalten kann ich gar nicht gutheißen, schließlich bin ich klein und niedlich. Das Schild hier ist doch wohl kein National Monument, das ich entweihe indem ich darauf sitze? Na egal, wir fügen uns.

Wir lernen auch was: Texas ist der einzige Staat in den USA, der seine Staatsflagge auf gleicher Höhe oder sogar ohne die US Flagge wehen lassen darf. Tribut an die kurze Zeit, als es ein eigenständiger Staat war.

So jetzt aber ab auf unsere Fahrgeschäfte, Nico bekommt eines in PINK, ne da will ich nicht drauf, ich fahr mit Micha, Sunny muß notgedrungen mit, obwohl sie wohl lieber mit Nico gefahren wäre, naja zu einem Photo auf dem pinken Segway lasse ich mich überreden.

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Wir fahren mit einer recht großen Gruppe von 11 Leuten 2,5 h durch San Antonio unter anderem auch am Riverwalk entlang und durch den King William District mit tollen Häusern.

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Theater am Riverwalk

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Torch of Friendship

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San Fernando

Bei einigen Erklärungen sind wir nicht ganz mit dem Guide einverstanden, wir meinen, was anderes gelesen zu haben... aber egal wir kommen rum, sehen viel und Segway ist einfach Fun, was folgender Dialog beweist, der heute zwischen uns und einem Passanten stattfand: "How many of you are there? 11. Is it fun to ride? Sure, but it's dangerous.... Why? We started out with 20...."

Im Anschluss an die Tour wollen wir noch auf den Tower of the Americas, wir laufen am Riverwalk entlang und finden endlich einen ATM im Rivercenter, der uns Geld spendet.

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Tower of the Americas

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Kennt Ihr Zoltar noch? BIG!

Oh Bär, schon halb Sieben, jetzt aber mal zum Hotel, N+M tun auch schon mächtig die Pfoten weh. Das Comfort Suites Hotel liegt etwas versteckt mitten im Northwoods Shopping Center und scheint auch noch ziemlich neu zu sein. Das Zimmer ist noch größer als das gestern, wir haben auch noch ein separates Spülbecken, fast eine Miniküche also mit Mikrowelle, Kühlschrank und Kaffeemaschine. Hunger, wir könnten ja kochen aber unsere heutige Wahl fällt auf das Outback in der Nähe. Hmmmmm, ist das Brot wieder gut. Micha macht ein Y-incision ins Brot, bread autopsy?

Kurz vor Neun schläft Nico fast am Tisch ein, jetzt aber schnell ins Bett.

Room # 119, 224 Meilen, 25 °C

 

Mo 19.10.09    San Antonio → Corpus Christi (Padre Island)

Unglaublich, Nico schläft bis 6 Uhr, das Bett hat auch bessere Kissen ;-)

Wir frühstücken noch ausgiebiger als gestern, Micha auch noch Rührei mit Schinken, da die Auswahl noch größer ist als gestern kommen auch noch Joghurt und oatmeal mit auf den heutigen Speiseplan... und es gibt Vanilledosenmilch, hey, warum hat Nico denn extra gestern welche gekauft?

Da sich in direkter Nähe ein Barnes&Noble befindet, geht Nico erst mal mit Ihrer Buchliste auf die Jagd, dummerweise erscheint der neue Scarpetta erst morgen, da müssen wir wohl noch mal los. Na denn, auf an die Küste, die Wettervorhersage meint heute 27 °C, also starten N+M optimistisch in kurzen Hosen und Nico in Flipflops. An der ersten Autobahnraststätte Warnschild: "Watch for snakes", da sind Flipflops echt toll.

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Wir fahren als erstes zum Hampton Inn Hotel auf Padre Island und sind wieder positiv überrascht vom Zimmer, sehr groß mit Kühlschrank, Mikrowelle und Kaffeemaschine, zudem hatten alle 3 Zimmer bisher neuen Teppich, ist wohl gerade Renovierungszeit? Bietet sich vielleicht an, da offenbar um diese Zeit des Jahres nur wenige Gäste unterwegs sind und das bei dem "lächerlich guten Wetter".

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Offenbar gibt es in Texas nur diese eine Insel

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Brücke nach Corpus Christi Beach

Unser weiterer Plan für heute ist das Texas State Aquarium, so off we go. Wir erfreuen uns an der Delphinschau, die irgendwie familiärer ist als die Shows in den großen Parks, man sitzt viel näher dran, zudem sind wir nur ca 30 Zuschauer und der Schwerpunkt liegt nicht auf spektakulären Tricks sondern wir bekommen erklärt, mit welchen Methoden Delphine trainiert werden.

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Warum schwimmt der auf dem Rücken? Weil er es kann ...

Nächster Stopp die Otter. Das sind vielleicht quirlige Kerlchen, auch hier gerade Fütterung mit Erläuterungen und das alles wieder ohne Gedränge alle können direkt am Geländer stehen.

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Einen kleinen Ausflug auf das Dach des Aquariums machen wir auch noch, von hier oben kann man nämlich die USS Lexington und die schöne Brücke gut sehen.

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Leider schließt das Aquarium schon um 5 ... wir beschließen kurz zum Eingang des Padre Island NP zu fahren, vielleicht bekommen wir ja doch noch heute einen "America the beautiful pass"? Wie erwartet geschlossen, was steht da "red tide in effect"... Nico hat eine böse Ahnung. Wir fahren an den Strand, was ist den das, was liegt hier rum? Hunderte tote Fische bedecken den Sand, genau das war es, ein Toxin der Algen, das die Fische ersticken lässt.

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Das ist echt unglaublich, wir planen extra einen Schlenker in die Tour, damit wir einen Tag am Strand verbringen können und uns etwas faul in die Sonne legen können, vielleicht sogar ein wenig Schwimmen und dann das.

Auf den Schreck gehen wir erst mal zu Padres Pizzeria gegenüber vom Hotel, das war eine Empfehlung auf tripadvisor. Tatsächlich ist die Pizza ganz gut, der Laden aber etwas lieblos eingerichtet, so eine Mischung aus take out und ein paar Tischen. Dennoch, unsere selbst zusammengestellte Pizza schmeckt.

Und auch der Schreck verfliegt schnell, da kommt die Biologin durch, wo bekommt man sonst schon mal so eine red tide mit ihren Auswirkungen zu sehen.

Room # 215, 27 °C, 253 miles

 

Di 20.10.09    Corpus Christi (Padre Island)

Der erste Blick aus dem Fenster läßt unseren Ärger über die red tide etwas schwinden, es ist bedeckt und sehr windig, dennoch sehr warm, da hätten wir uns eh nicht an den Strand gelegt, also lassen wir uns ausgiebig Zeit, frühstücken erst um 9.30 Uhr und fahren trotz red tide zur National Seashore, schließlich wollen wir einen NP Pass kaufen und das Visitor Center müssen wir natürlich auch besuchen, brauchen doch eine cancellation stamp.

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Nico kann sich endlich aufraffen und kauft einen Stempelsammelpass. Das hätte sie schon vor 5 Jahren machen sollen finde ich, aber jetzt wird sie wohl die alten Stempel auschneiden und einkleben müssen.

Die Toxine sind auch in der Luft und reizen die Atemwege, Nico hustet und einige Umstehende auch, dagegen ist der Geruch der verwesenden Fische fast zu vernachlässigen.

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Kangaroo rat

Wir schauen uns ein wenig um, sehen die beiden Filme über Padre Island und machen uns dann auf den Weg zur USS Lexington. Der Reiseführer sagt man benötigt ca 2 h für die Besichtigung, wir brauchen 3h und finden besonders die normalen Dinge spannend, wie Lazarett, Zahnarzt, Messe, Friseur, Unterkünfte. Wir befinden, ganz interessant mal gesehen zu haben, mehr als ein Schiff werden wir uns aber wohl nicht ansehen.

Da heute Champions League im Fernsehen kommt, gibt es einen Stopp im HEB Supermarket wo wir unser Abendessen organisieren, es gibt Picknick auf dem Bett.

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Room # 215, 29 °C, 76 miles

 

Mi 21.10.09    Corpus Christi → Del Rio, TX

Heute Nacht ist eine Horde halbstarker Kerle durchs Haus gezogen und hat auf dem Flur randaliert, das hat sofort einen älteren Herrn auf den Plan gerufen der sich den Radau verbeten hat. Wenn der Lärm dann nicht aufgehört hätte, hätten wir die Rezeption verständigt. Texas ist nicht der Staat wo man sich streiten sollte, war hier nicht das Tragen von Waffen erlaubt?

Zumindest gibt es Schilder, die das Tragen von Waffen in bestimmten Gebäuden verboten haben... immer dort wo Alkohol verkauft oder verzehrt wird ist das Tragen von Waffen mit 10 Jahren Haft belegt, laut Beschilderung.

Ich bin ganz fasziniert von den Spiegeleiern beim Frühstück, irgendwie haben die den Namen nicht verdient...

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Beim Verlassen von Corpus Christi machen wir noch nen angekündigten Zwischenstopp bei Barnes&Noble, schließlich will Nico noch den neuen Scarpetta mitnehmen, der gestern erschienen ist.

Da es die gleiche Strecke Richtung San Antonio zurückgeht, die wir auch hingefahren sind und es eine recht lange Etappe ohne Besichtigungsstopps wird, hat Nico vorgesorgt mit nem Hörbuch von Patterson 1. Fall von Alex Cross, die Reihe kennen wir alle noch nicht. Nach ca 2h bedauern wir es schon, dass sie nur eines besorgt hat, ist ne prima Begleitung. Daheim hört Nico im Auto auch ganz oft Hörbücher, allerdings meistens Harry Potter...

Um die Mittagszeit machen wir noch einen Abstecher durch Hill Country, damit wir auch alle Landschaftsformen zu Gesicht bekommen.

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Imbiss! Wir lieben diesen Ranch Veggie Dip vom Walmart. Sunny will kein Gemüse.

Eine Kleinigkeit wollen wir aber doch besichtigen, "Alamo Village", welches als Kulisse für den John Wayne Film "Alamo" gebaut wurde, schließlich ist Micha doch ein "Westernschauer", zu unserer großen Enttäuschung finden wir ein Schild: "Alamo Village closed". Pfui, bäh!

Na dann eben weiter, wir treffen wieder nur auf Tankstellen, bei denen entweder unser ZIP Code nicht angenommen wird, obwohl es die Stadt in Ohio gibt, oder wir im voraus zahlen sollen und dann dürfen wir, also Nico noch mal rein, um die überschüssigen $ wieder zurückbuchen zu lassen. Was für ein blödes System.

Im Comfort Suites Hotel angekommen, fragt sich Nico mehrfach, warum sie dieses ausgesucht hat. Es ist alles ziemlich verwohnt und barpfotig laufen auf dem Teppich? Im Leben nicht! Wir bestehen darauf, diese Nacht in Nicos Koffer zu schlafen.

Komisch für fast den gleichen Preis hatten wir die ersten zwei Nächte brandneue Hotels. Nico schaut auf tripadvisor nach, welcher Teufel sie denn hier geritten hat und ach ja, von den 10 Hotels im Ort ist diese hier auf Platz 2 in den Bewertungen, oh je wie sind denn dann die anderen? Warum wir nicht in dem auf 1 stehenden La Quinta sind, wollen wir wissen. "Weil da was von Kakerlaken in einem der reviews stand", bekommen wir als Antwort. Ihhh, ne da wollen wir nicht hin. Micha meint mal wieder ganz pragmatisch: "Ist doch nur für eine Nacht."

Room # 213, 26 °C, 375 miles

 

Do 22.10.09    Del Rio, Tx → Lajitas (Big Bend NP, TX)

Wir wachen schon um halb Sechs auf und verlassen bereits um 8 diese gastliche Stätte, denn auf das Sofa hätte Nico sich nur unter Gewaltandrohung gesetzt.

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Erster Stopp Lake Amistad, ein künstlicher Stausee zur Bewässerung, der offenbar auch den Freizeitwert der Region mächtig erhöht.

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Im Reiseführer stand, Del Rio sei die charmanteste Bordertown in Texas, na ich weiß nicht. Ein Stück hinter Del Rio haben wir unsere erste aktive Begegnung mit der border patrol, bis auf unsere Nationalität und unser Ziel wollen sie nichts von uns erfahren, ein prüfender langer Blick in unsere Pässe und wir dürfen weiter.

Es ist heute wieder einfach lächerlich gutes Wetter. Wir erfreuen uns an der nächsten Attraktion, der höchsten Autobrücke der USA, der Brücke über den River Pecos auf der US 90. "Dreimal wendet sich der Rio Pecos, dann steht an seinem linken Ufer ein Pfahl...", zitiert Micha unvermittelt aus einem Winnetou Streifen, ist klar, oder? Hoffentlich will er den nicht auch noch suchen...

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So und was schauen wir uns als nächstes an? Ah, den Gerichts"saloon" von Judge Roy Bean.

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Nico findet im Visitorcenter einen Flyer vom Hard Rock Café Austin. Hm, hat sie etwa bei der Routenplanung ein HRC übersehen, Micha ist ganz erschrocken, aber was wäre die Wüste ohne WiFi! Wir gehen kurz online und erfahren, dass das HRC dort 2006 geschlossen hat, "Haben sich aber gut gehalten die Flyer", meint Micha, "sehen aus wie neu."

Unser Ziel für heute und den morgigen Tag ist der Big Bend National Park, den wir um 13 Uhr an der Persimmons Gap erreichen. Das Kassenhäuschen ist nicht besetzt, ein Schild verweist uns an das benachbarte Visitorcenter, dort ein weiteres Schild "Out to lunch til 1.15".

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Wir werden schriftlich zum Lösen des Eintritts an das Visitorcenter an der Panther Junction verwiesen. Ok, wir machen bei dieser Schnitzeljagd nicht mit und legen auch unsere Lunchpause ein.

Während wir so warten, kommen weitere unfreiwillige Schnitzeljagd Teilnehmer. Mit einem deutschen Paar unterhalten sich Nico und Micha kurz, die sind ganz erstaunt über unseren NP Jahrespass und das NP Stempelheft, kennen sie beides nicht. Der Herr holt schnell ein Heft aus seinem Wagen und sammelt ebenfalls wie Nico die Stempel der Persimmons Gap ein, als der Ranger von seinem Lunch zurück kommt.

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Nächste Stempelhaltestellen: Panther Junction und Chisos Mountains. Hier an der Chisos Mountain Lodge bleiben wir eine Weile länger, ärgern uns ein wenig, dass wir hier kein Zimmer mehr bekommen haben, obwohl wir es vor Wochen versucht haben, denn einen Sonnenauf- oder untergang hier oben stellen wir uns ziemlich toll vor. Ob hier wohl auch so applaudiert wird wie am Grand Canyon, wenn die Sonne untergeht? Einen optimalen Platz dafür gäbe es ja, der Aussichtspunkt am Window View Trail, die Sonne geht angeblich genau in diesem Bergeinschnitt unter. Hm, wir werden es nicht erleben.

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Am view point des window view trails

Dennoch genießen wir es, hier zu sitzen, nicht nur wegen der schönen Aussicht, sondern auch wegen der unheimlich tollen Stille, die nur von 2 deer und einem Wanderer gestört wird. Bereits an unserem Halt an den Fossil Exhibits waren wir mehr von der absoluten Stille als von den Fossils beeindruckt, um uns rum gar nichts außer Landschaft und Ruhe, da klang sogar das Summen der Bienen wie ein vorbeifahrender Laster.

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Während Nico fotografiert sichern wir 3 rundum das Gelände gegen Schlangen

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Ha, hab eine gefangen...

Wir sind etwas müde und hungrig, also machen wir uns auf zum Hotel, manchmal sollte man die Arbeit von Madam (Navi) überprüfen. Was wirft sie aus, gefragt nach "shortest" zum Hotel: 4h 30min, und bei "least use of freeways" 55min, ist klar oder?

Wir wohnen im Lajitas Resort in einem Zimmer des La Cuesta Gebäudes, zwar etwas weiter zu fahren und etwas teurer als die Chisos Mountain Lodge aber definitiv bessere Ausstattung, das Zimmer riecht ganz frisch als wir hereinkommen, zusätzlich verströmt die Verbena Seife von L'Occitane am Waschbecken einen prima Duft. Was für ein Gegensatz zu letzter Nacht!

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Der ganze Ort besteht nur aus dem Resort, unser Zimmer ist auf dem unteren Bild in der Ecke hinten links

Frommers Reiseführer Texas empfiehlt zum Dinner das Starlight Theatre in Terlingua Ghost Town, na dann folgen wir doch mal brav dem Tipp und das erweist sich als Glücksgriff: leckeres Essen, (viel zu) große Portionen, nette Bedienung, tolle Aussicht auf die Chisos Mountains im Licht der untergehenden Sonne. Das wird auch hier honoriert, auf dem boardwalk vor dem Restaurant stehen und sitzen viele und schauen dem Sonnenuntergang zu. Wir machen es ihnen nach um genießen den letzen Rest Licht ebenfalls draussen. Nico hat in Ermangelung von Sam Adams zum Lone Star gegriffen, geht, ist aber ein wenig dünn für unseren Geschmack. Auf dem Weg zurück zum Hotel läuft "Black Hole Sun" auf der CD, schöne Untermalung finden wir.

Noch was zum Schmunzeln, der Hinweis auf der Toilette im Starlight Theatre: "If it's yellow, let it mellow, if it's brown, flush it down." Ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz der besonderen Art.

Supermarkt Fehlanzeige, Handynetz Fehlanzeige aber prima WiFi im Restaurant und im Hotel.

Unsere tierische Ausbeute für heute: 1 Roadrunner, der tatsächlich vor uns quer über die Strasse lief, 2 Coyoten, 1 Javelina und 4 white tailed deer.

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Room # 434, 25 °C, 317 miles

 

Fr 23.10.09    Big Bend NP, TX

Frühstück im Hotel? Ne, wollen wir nicht, das Terlingua Ghost Town Café darf heute beweisen, was es kann. Es herrscht wieder lächerlich gutes Wetter, gestochen scharfe Berge. Am Panther Junction Visitorcenter haben wir gestern gelesen, dass man an solchen Tagen mit klarer Sicht um die 180 Meilen weit sehen kann, schön, dass wir soviel Glück mit dem Wetter haben. Nico macht Sunny Konkurrenz und hat gestern auch schon eine rosa Nase bekommen.

Wir frühstücken in Gesellschaft von einer Runde Biker, allerdings entscheiden wir uns für das Hiker's Breakfast, denn schließlich wollen wir doch heute ein wenig herumlaufen.

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Frisch gestärkt entern wir die Old Maxwell Road, eine dirt road zum Santa Elena Canyon, leider sind die Aussagen im Infozettel, Reiseführer und der tatsächlichen Beschilderung vor Ort widersprüchlich. Wir lesen alles von 4 wheel drive required, high clearance only, improved road, good for 2 wheel drives... N+M sind mutig und an einigen Stellen allerdings nicht mehr ganz sicher, ob das so gut war.

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Ziemlich erleichtert kommen wir nach einer halben Stunde heil am Santa Elena Canyon an. Der trail hier in den Canyon war überall wärmstens empfohlen. Hm, der Rio Grande führt ziemlich viel Wasser und auch der Terlingua Creek, den wir überqueren müßten, um den trail zu begehen, ist doch eher ein ziemlich schnell fließender Fluß statt eines Rinnsals. Das wird wohl nix, schade.

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Dennoch lassen wir uns von dem Anblick der 450m hohen Wände beeindrucken. Das da drüben ist also Mexico, einfach so. Keine Begrenzung. Nach allem was man so gelesen hat über die Kontrollen und den Grenzzaun, erscheint uns das fast lächerlich normal, einfach ein Fluß als Grenze.

Obwohl das Castolon Visitor Center im Sommer geschlossen hat, der Sommer geht hier bis zum 1.November, ergattert Nico den Stempel dennoch, denn den gibt es in dieser Zeit im Shop an der Theke.

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Wir fahren weiter über den Ross Maxwell scenic drive und machen Stop an jedem Hinweisschild und look out. Am Tuff Canyon laufen wir auch ein wenig im Canyon herum und möchten jetzt bitte keine Wasserüberraschung erleben.

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Mittlerweile ist es schon Nachmittag und wir wollen doch noch zu den Hot Springs, zum Rio Grande Village und zum Boquillas Canyon. Also lassen wir den Abstecher von 14mi roundtrip zum balanced rock mal weg, wäre auch wieder ne dirt road gewesen und das wollen wir weder Micha noch dem Auto noch mal zumuten. Na ja fast, als wir am Abzweig zu den Hot Springs ankommen, liegen wieder 4 Meilen unpaved road vor uns. OK, so ein kleines Stück trauen wir uns. Bis wir zum Teil mit dem single track und dem 4 wheel drive required sign kommen. Drehen ist hier nicht mehr, also müssen wir durch. Als wir mehr als erleichtert (vor allem Nico) am Parkplatz ankommen, werden wir von etwas echauffierten Herren begrüßt, die Hot Springs seien "covered in mud" und es hätte doch mal ein Schild am Beginn der dirt road stehen können, das darauf hinweist. Ein Schild steht da schon, allerdings mit nem ganz anderen Hinweis.

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Ich kann ja verstehen dass man bei den Strassenverhältnissen hier nix trinken soll, aber ist das dann auf den anderen Strassen erlaubt, wenn es hier ausdrücklich verboten ist?

Wir wollen uns die Quelle wenigstens ansehen, stellen aber fest, dass wir sie nicht finden, weil wir nicht weit genug gelaufen sind, wir hätten vielleicht vorher und nicht nachher die trail Beschreibung lesen sollen? Na dann eben nicht, mal sehen, ob wir wenigstens in den Boquillas Canyon hineinwandern können. Vorher kleiner Stopp im Rio Grande Village Shop, Stempel und Cracker Jacks mitgenommen, frisch gestärkt geht es weiter.

Auf dem Trail in den Canyon liegen kleine gebastelte Dinge, die offenbar von den Bewohnern des mexikanischen Dorfes auf der anderen Ufersite hier abgelegt wurden und zum Kauf angeboten werden. Was passiert wohl, wenn sie dabei erwischt werden, ist das gleich illegaler Grenzübertritt? Vermutlich.

USA Texas 2009 644

USA Texas 2009 629

Schon 17 Uhr, bis wir am Hotel zurück sind ist es bestimmt gegen Sieben. Dann noch mal losfahren, nö, keine Lust mehr, wir beschließen im Hotel, im Candelilla Restaurant zu essen.

Wir genießen unsere Lajitas Fajitas auf der Terrasse des Restaurants mit Blick auf die Berge, hinter denen langsam die Sonne verschwindet.

USA Texas 2009 650

USA Texas 2009 657

Tierische Ausbeute: 3 Roadrunner, von denen wir keinen einzigen aufs Bild bannen können, die sind einfach zu schnell, außerdem sollten die wohl eher Roadcrosser heißen finden wir.

173 miles, 27 °C